Claudia Nerz, 26 Jahre, Auszubildende zur Pflegefachkraft

Claudia Nerz, 26, ist Altenpflegehelferin im Gemeindepflegehaus Härten in Kusterdingen und lässt sich gerade zur Fachkraft ausbilden. Sie sagt: Was ich tue, erfüllt mein Leben. Die ausgebildete Bankkauffrau mit Abitur war in der Bank so unglücklich, dass sie im Gemeindepflegehaus Härten ein paar Probearbeitstage leistete. Danach entschied sie sich ganz bewusst für die Arbeit in der Altenpflege.

Seit wann arbeiten Sie in den Zieglerschen?
Mitte 2016 habe ich als Altenpflegehelferin im Gemeindepflegehaus Härten in Kusterdingen angefangen. Seit April 2017 mache ich die Ausbildung zur Fachkraft. Das ist meine zweite Ausbildung. Nach dem Abi habe ich ein FSJ bei der Körperbehindertenförderung (Stiftung KBF gGmbH in Mössingen) gemacht und mit behinderten Kindern gearbeitet. Danach kam die Ausbildung zur Bankkauffrau und anschließend habe ich mit einem befristeten Jahres­vertrag in der Bank gearbeitet. Danach war ich in einem Wirtschafts­unter­nehmen angestellt. Das hat mich überhaupt nicht glücklich gemacht. Ich habe mich dann bewusst für den Wechsel in die Pflege entschieden.

Wie sind Sie zu den Zieglerschen gekommen?
In habe in Kusterdingen und Kirchentellinsfurt gewohnt und bereits ein Praktikum während der Schulzeit bei den Zieglerschen gemacht. Daher kannte ich die Einrichtung.

Was hat Sie dazu bewegt, bei den Zieglerschen anzufangen?
Die Unzufriedenheit im alten Job und der Wunsch mit Menschen zu arbeiten. Das hat mich motiviert, mich beruflich neu zu orientieren.

Was mögen Sie besonders an Ihrem Job?
Ich selbst bin in »meinem Job« angekommen. Die Ausbildung ist toll und abwechslungsreich und die Kollegen sehr nett.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Ich habe Blockunterricht, das heißt, drei bis vier Wochen bin ich in der Berufsschule in Reutlingen. Man weiß nie, was der Tag für Aufgaben mit sich bringt, es ist wirklich sehr abwechslungsreich. Mittlerweile kenne ich die Bewohner. Ich kann mich mit der Pflege um Menschen kümmern. Der Kontakt zu Menschen ist toll, es ist hier nicht wie im Krankenhaus. Altenpflege ist toll!

Was macht für Sie das Besondere an einem sozialen Beruf aus?
Man hat Kontakt zu Menschen. Man gibt den Senioren ein Stück Normalität zurück und unterstützt sie.

Können Sie in den Zieglerschen Ihre privaten Interessen und persönlichen Fähigkeiten einbringen?
Ja, ich kann so herkommen, wie ich bin. Es ist möglich, Ideen einzubringen und diese werden auch angenommen – obwohl ich Azubi bin – und wenn möglich auch umgesetzt. Ich bringe ja auch aus der Berufsschule neuen Input mit, zum Beispiel bei den Expertenstandards. Das Interesse, was ich zeige, wird immer unterstützt und ich bekomme viel zurück.

Würden Sie Ihren Beruf weiterempfehlen?
Oh ja, denn ich gehe jeden Tag wieder gern zur Arbeit. Wer sich für den Beruf Altenpflegerin interessiert, dem würde ich Probearbeitstage empfehlen.

Was ich tue, erfüllt mit Leben – können Sie mit dieser Aussage etwas anfangen?
Ich bin in meinem Job angekommen. Ich würde für mich sagen:  Was ich tue, erfüllt mein Leben!

[Claudia Nerz hat die Zieglerschen mittlerweile verlassen, ist aber dem Beruf der Altenpflege treu geblieben!]

warum wir bei den zieglerschen arbeiten