Valentin Hilgenfeldt, 22 Jahre, Auszubildender der Heilerziehungspflege in der Haslachmühle

Valentin Hilgenfeldt, 22 Jahre, macht die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger in der Haslachmühle. An seinem Job ist eigentlich alles besonders: Die Einrichtung, die betreuten Menschen, das Team. Sein Job ist facettenreich, spannend und eine tägliche Herausforderung. Ziel seiner Arbeit ist es, den betreuten Menschen, die körperliche und geistige Behinderungen haben und in der Sprache eingeschränkt sind, Teilhabe am ganz normalen Leben zu ermöglichen – vom Kleinkind bis zum Erwachsenen.

Wie sind Sie zu den Zieglerschen gekommen und wo arbeiten Sie im Moment?
Ich bin hier in der Gegend, in Ruschweiler, aufgewachsen. Mein Vater war Gruppenleiter in der Haslachmühle, mein Bruder hat dort ein FSJ gemacht und meine Schwester Integrationshilfe. Seit 2012 engagiere ich mich ehrenamtlich bei den ambulanten Diensten und helfe bei der Organisation der Sommer-Freizeit. Dort habe ich eine solche Energie verspürt, das war toll und hat mich total motiviert. Zwischendurch war ich mal in Hamburg, da habe ich mein BFD gemacht. Dann bin ich zurückgekommen und habe als Hilfskraft in der Haslachmühle angefangen. Seit 2016 mache ich die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger im Bereich der Intensivpädagogik mit Erwachsenen – natürlich auch in der Haslachmühle. Da gefällt es mir einfach. Ich kenne viele Menschen, die bei den Zieglerschen arbeiten, das macht es familiär. Außerdem ist man ganz nah an den Vorgesetzten dran, auch das gefällt mir.

Was ist das Besondere an ihrem Job?
Ich wüsste nicht, was nicht besonders ist an meinem Job. Er ist spannend, er ist eine tägliche Herausforderung! Und die Herausforderungen sind teilweise immens! Sie aber als Team zu bewältigen ist ein tolles Erlebnis! Wir ermöglichen den Menschen trotz ihrer Einschränkungen Teilhabe und das ist einfach toll.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Sehr unterschiedlich! Zweimal pro Woche habe ich Schule, sonst ist der Arbeitsalltag ziemlich vollgestopft. Der Ablauf des Tages richtet sich auch danach, wie die Klienten »gelaunt« sind.
Ich bin auch außerhalb meines regulären Dienstes engagiert, ich bin in der JAV, dem Dialograum etc.

Was macht für Sie das Besondere an einem sozialen Beruf aus?
Man begegnet unglaublich unterschiedlichen Menschen. Man muss auch mit Menschen arbeiten, die einem nicht liegen. Das auf professioneller Ebene machen zu können, ist erstrebenswert. Die Energie, die man in die Arbeit steckt, bekommt man von seinen Klienten wieder zurück.

Können Sie Ihre Fähigkeiten einbringen?
Ja, ich spiele gerne Gitarre und das kommt gut an, ich koche gerne und ich habe einen breiten Musikgeschmack. Außerdem liebe ich die Geselligkeit.

Wie würden Sie Ihren Beruf anderen empfehlen?
Es ist ein unglaublicher Job, der in ganz vielen Bereichen im Leben etwas zurückgibt. Der Job ist total facettenreich. Man ist einerseits gegenüber den Eltern und Angehörigen professionell, man hat andererseits mit den Klienten viel Spaß, zum Beispiel auch beim Kochen. Man ist Zuhörer, Pfleger und auch ein bisschen »Psychologe« bzw. Bezugsperson. Man kann sich eigenverantwortlich in vielen Bereichen fachlich vertiefen.

Was ich tue, erfüllt mit Leben – was sagen Sie zu diesem Slogan?
Der Slogan stimmt. Auf diesen Satz kommt es immer zurück, denn ich trage einen Teil zum Leben unserer Klienten bei.

warum wir bei den zieglerschen arbeiten