fachtag unterstützte kommunikation: 13. april 2019

Der Fachtag

Samstag
13. April 19

08.30 Uhr
Ankommen
Kaffee

09.15 Uhr
Begrüßung
Uwe Fischer, Geschäftsführer Behindertenhilfe

09.30 Uhr
Fachvortrag
Unterstützte Kommunikation im Erwachsenenalter - Barrieren und Möglichkeiten
Claudio Castañeda

11.30 Uhr Workshop Phase 1

12.30 Uhr Mittagessen und Markt der Möglichkeiten

14.00 Uhr
Fachvortrag
Leichte Sprache
Büro für Leichte Sprache

15.30 Uhr Workshop Phase 2

16.45 Uhr Markt der Möglichkeiten

17.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Workshops

  1. Büro für Leichte Sprache
    Leichte Sprache - sprechen und schreiben:Lange Sätze, unverständliche Begriffe, ein unübersichtlicher Textaufbau sind schon für geübte Leser ärgerlich. Für Menschen mit eingeschränkter Lesefähigkeit sind sie oft eine unüberwindbares Hindernis. Das Konzept „Leichte Sprache“ bietet Lösungen und trägt dazu bei, dass alle Menschen gleichberechtigten Zugang zu Informationen haben und ihr Leben selbständiger gestalten können. Im Workshop üben Sie anhand eines praktischen Beispiels, selbst einen Text in Leichter Sprache zu schreiben.
  2. Claudio Castañeda
    Modelling in der Unterstützten Kommunikation: Menschen, die mit UK kommunizieren, erwerben eine alternative Sprache. Hierbei sind sie auf Unterstützung durch uns angewiesen, in dem wir ihnen im Alltag vorleben wie man mit UK kommuniziert. Dies nennt man Modelling. Im Workshop wird aufgezeigten warum Modelling wichtig ist und im Alltag umgesetzt werden kann.
    Kommunikation & Verhalten: Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen kommunikativen Fähigkeiten und dem Auftreten von herausfordernden Verhaltensweisen. Daher ist die Förderung der Kommunikation wichtig um Problemverhalten zu verhindern oder zu reduzieren. Im Workshop wird der Zusammenhang zwischen Kommunikation und Verhalten aufgezeigt und Ideen dargestellt wie durch den Einsatz von UK herausfordernde Verhaltensweisen reduziert werden können.
  3. Dorothea Christ / Stefanie Hiller
    Mit Gebärden durch den Alltag: Der Workshop bietet die Gelegenheit, einen Grundwortschatz an Gebärden aus der Gebärdensammlung „Schau doch meine Hände an“ zu erlernen und einzuüben.
  4. Werner Dudichum / Ursula Rüstig / Petra Schweikart
    best practice - UK im Alltag: Wir stellen praktische Unterstütze Kommunikationsbeispiele – vorwiegend im Seniorenalter - vor. Dabei werden wir uns einen typischen  Betreuungsalltag im Wohn- und Seniorenbeschäftigungsbereich vornehmen. Wir, das sind zwei Bewohnerinnen, eine Mitarbeiterin aus eine Wohngruppe, die Leiterin der Seniorenbereiche und unser Bereichsleiter. Seinen Sie gespannt auf:  Biografiearbeit im Seniorenbereich, visualisierte Kommunikation und Gebärden der Gebärdensammlung „Schau doch meine Hände an“. Außerdem präsentieren wir das einmalige „Gu(c)k hin“ Projekt – visualisierte Orientierung.
  5. Anja Göttsche
    Mit UK erwachsen werden - Aspekte zum Übergang in Nachschulische Lebenswelten: UK in vorschulischen und schulischen Lebenswelten wird immer selbstverständlicher. In jahrelanger interdisziplinärer Arbeit werden individuelle Kommunikationssysteme aufgebaut. Aber wie sieht es aus, wenn ein UK-Nutzer die Schule verlässt? Der Bedarf an UK-Leistungen außerhalb schulischer Angebote ist mittlerweile sehr hoch. Aber WER finanziert WEM eine Leistung? WIE sieht diese Leistung aus und in welcher LEISTUNGSFORM wird sie erbracht? Welche RAHMENBEDINGUNGEN tragen zu einem gelingenden Wechsel in das neue Mikrosystem „Nachschulische Lebenswelt“ bei?
  6. Andrea Gusowski
    "Beim Essen spricht man nicht!" - oder doch?: „Guten Appetit!“  - „Hat es geschmeckt?“  - „Was ist das Lieblingsessen?“  - „Wie kocht man das?“ Themen rund um das Essen bieten vielfältige Möglichkeiten zur Kommunikation. Zunächst machen wir uns Gedanken zu den Fragen :„Welche Fähigkeiten und Probleme unterstützen bzw. stören die Kommunikationsfähigkeit im Erwachsenenalter?" „Welche Mittel können von Betroffenen und ihrer Umwelt eingesetzt werden, damit das gegenseitige Verstehen und Verstanden-werden gelingt ?“Zum großen Thema „Essen“ sammeln wir konkrete Ideen, wie diese Möglichkeiten in die Praxis umgesetzt werden können.
  7. Hedy Lechleitner
    Gelingende Begegnungen im Alltag bewusst gestalten - über die Kommunikation im Basalen Dialog: Die Grundlagen im Basalen Dialog sind die körpereigenen Kommunikationsformen. Diese gehören als ein wesentlicher Teilbereich zur Unterstützten Kommunikation. Es geht darum, die körpereigenen Ausdrucksformen verstehen zu lernen als Mitteilung, sie aufzugreifen, weiterzuführen und so in einen Dialog zu gehen. Der Basale Dialog steht als eigenständige, gleichwertige Form der Begegnung, der Kommunikation und des Dialoges. Besonders die Menschen lassen sich davon ansprechen, deren kommunikative, kognitive und/oder soziale Fähigkeiten teilweise sehr eingeschränkt sind. Dabei hat jede Person die Möglichkeit „zu Wort zu kommen“ – einfach nur durch ihre Form des Daseins.
  8. Christof Lotthammer
    Begleitung in der letzten Lebensphase - wie hier die Unterstützte Kommunikation Wege bereiten kann: Die Unterstützung und Begleitung von Menschen mit Behinderung im Kontext „Sterben und Trauerarbeit“ ist eine vielfältige und herausfordernde Aufgabe. UK bietet in diesem Aufgabengebiet eine wichtige Möglichkeit, um multimodale und individuelle Kommunikationssysteme für jeden einzelnen Begleiteten zu schaffen. Empfindungen, Ängste und Bedürfnisse können so geäußert werden und die Erlebnisse begreifbar gemacht werden. Wir möchten in unseren Workshop einige Praxisbeispiele vorstellen und mit den TeilnehmerInnen und Teilnehmer in den fachlichen Austausch kommen.
  9. Horst Wochner, Brigitte Erkert
    Medienunterstützung für Unterstützte Kommunikation: Wir werden die wichtigsten computergestützten Programme vorstellen, mit deren Hilfe man einfache Kommunikationstafeln, Symbole oder auch Gebärden erstellen kann (Symbolsammlung ThinLine, Schau doch meine Hände an, Boardmaker Version 6 und Metacoman). Achließend werden wir Anwendungsmöglichkeiten aus der Praxis  mit Schwerpunkten aus der Lebenswirklichkeit Erwachsener Menschen mit geistiger Behinderung aufzeigen. Ergänzt wird der Workshop durch einen Material -bzw. Büchertisch zum Stöbern, Entdecken, Forschen und Fragen.
  10. Sabine Plachta
    Einfach teilhaben - vom Taster zum iPad - gelingende Kommunikation mit elektronischen Geräten und Bildsymbolen: Zu den elektronischen Kommunikationsgeräten zählen einfache Taster, die zur Umweltsteuerung dienen und das Ursache - Wirkung - Prinzip vermitteln. Außerdem gehören zur Gruppe der elektronischen Hilfen einfache Sprachausgabegeräte bis zu den komplexeren Tablet-PCs für Apps zur Kommunikation in verschiedenen Schwierigkeitsstufen und auch die zahlreichen Talker der verschiedenen Hilfsmittelfirmen. In diesem Workshop bekommen Sie einen Überblick vermittelt über diese unterschiedlichen Geräte in Kombination mit Bildsymbolen oder auch mit der Möglichkeit der Schriftsprache. Die Referentin erläutert zahlreiche Ideen zur praktischen Anwendung im Alltag von erwachsenen Menschen mit Behinderungen. Einige Geräte können die TN im Workshop praktisch ausprobieren.

Kurzvitae der Referenten

Claudio Castañeda
Seit 1998 Arbeit mit Unterstützter Kommunikation mit Menschen aller Altersstufen
Seit 2003 Referent Lehrgang Unterstützte Kommunikation (LUK) zum Themengebiet Autismus
Seit 2011 Mitarbeiter der Beratungsstelle Kommunikation & Verhalten (BeKoVe) der Lebenshilfe Köln

Büro für Leichte Sprache, Lebenshilfe Bremen e.V.
2004 hat die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V. das bundesweit erste „Büro für Leichte Sprache“ ins Leben gerufen.
Das Büro ist seitdem bundesweit tätig, übersetzt für verschiedene Auftraggeber Texte in Leichte Sprache und bietet Fortbildungen und Beratungen an.

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