Rita Lema-Dechassa, 38 Jahre, Altenpflegehelferin

Rita Lema-Dechassa ist 38 Jahre und kommt aus Äthiopien. Eigentlich heißt sie Roman, aber alle nennen sie Rita. In Äthiopien hat sie beim Frisör und im Geschäft ihrer Eltern gearbeitet. Sie ist gläubig. Respekt ist ihr wichtig. Sie will für die Menschen da sein. Seit 12 Jahren lebt sie in Deutschland. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2013 arbeitet sie als Altenpflegehelferin im Seniorenzentrum Wannweil.

Wie kam es dazu, dass Sie nach Deutschland gekommen sind?
Mein Mann ist auch Äthiopier, aber er lebt schon seit 30 Jahren in Deutschland. Er war zu Besuch in Äthiopien, da haben wir uns kennengelernt und verliebt und ich bin mit ihm nach Deutschland gekommen. Unsere beiden Kinder sind hier geboren.

Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Ich bin lustig und hilfsbereit und verhalte mich entsprechend der Atmosphäre. Ich liebe meine Arbeit, ich gehe nicht in die Pause, wenn meine Arbeit nicht erledigt ist. Ich will, so gut ich kann, meine Arbeit gut machen. Ich arbeite gerne. Ich bin auch zu Hause auch so. Ich bin gläubig. Ich lese auch die Bibel. Respekt ist mir wichtig. Bei der Arbeit ist es mir wichtig, dass es allen Menschen gut geht.

Wie sind Sie zu den Zieglerschen gekommen?
Mein Mann kannte das Seniorenzentrum Wannweil, weil er in der Nähe arbeitet. Er hat meine Bewerbung hierher geschickt. Das nette Gespräch mit der damaligen Einrichtungsleiterin Frau App [die jetzt das neue Seniorenzentrum in Mengen leitet Anm. d.R.] hat mich dann dazu bewegt, hier anzufangen. Die Arbeit macht mir Spaß und wenn es Probleme mit den Kolleginnen und Kollegen gibt, dann finden wir selbst Lösungen, reden miteinander, hören uns zu. Ich bin auch nicht perfekt. Im Vordergrund steht, dass wir für die Leute da sind, für die alten Menschen, die hier zu Hause sind.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Zunächst gibt es eine Übergabe von den Kolleginnen und Kollegen, damit ich weiß, was zu tun ist. Die Kommunikation untereinander ist sehr wichtig. Dann mache ich die Grundpflege bei den Bewohnern und unterhalte mich mit Ihnen dabei. Ich frage sie, ob sie gut geschlafen haben, wie sie sich fühlen, ich mache ein bisschen Spaß. Manchmal weint jemand und sagt, er kann nicht mehr. Dann tröste ich die Leute, mache ich den Rollladen auf, das Fenster auf, lass frische Luft ein, weise auf das schöne Wetter hin.

Was macht für Sie das Besondere an einem sozialen Beruf aus?
Das man für Menschen da ist. Man hat selbst keine Ahnung, was bei einem selbst einmal passiert. Mit Geld kauft man keine Gesundheit und wir wissen nicht, ob wir auch mal Hilfe brauchen.

Können Sie in den Zieglerschen Ihre persönlichen Fähigkeiten einbringen?
Ja, mein Lächeln und meine gute Laune.

Was ich tue, erfüllt mit Leben – was bedeutet diese Aussage für Sie?
Meine Arbeit ist wie eine Familie. Mir gefällt die Menschlichkeit.

warum wir bei den zieglerschen arbeiten