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Komplementäre Pflege bedeutet »ergänzende Pflege« und ist eine besondere Art des Umgangs mit Pflegebedürftigen. Angewendet werden Aromaöle, Kräuter, Waschungen, Einreibungen, Wickel und Kompressen, dazu Massagen, Berührungen, Düfte und leise Klänge. Diese körperliche Zuwendung tut gut und aktiviert die Selbstheilungskräfte – doch dafür brauchen wir Ihre Hilfe...

Ottmar Schäfer (Name geändert) ist 84 und Palliativpatient. Sein Zustand ist schlecht, als er ins Seniorenzentrum Wilhelmsdorf kommt. Er hat großflächige Wunden, rissige Haut, Pilz unter den Nägeln. Auch mental geht es ihm nicht gut. Er wehrt sich beim Waschen, beklagt sich beim Essen, scheint im Unfrieden mit Gott und der Welt.

Seit mehreren Wochen wird er mit Methoden der komplementären Pflege behandelt: Öl auf seine verletzte Haut, Einreibungen und leichte Massagen, persönliche Zuwendung und vor allem Zeit. Heute ist Ottmar Schäfer kaum wiederzuerkennen. Seine schlimme Dekubitus-Wunde ist verheilt, die Haut ist gesundet, der Pilz ist weg.

»Kräuter und Öle können ähnlich wirksam sein wie Medikamente – aber ohne Nebenwirkungen«, weiß Tanja Bräuninger aus dem Seniorenzentrum Wilhelmsdorf. Sie hat gemeinsam mit Silvia Parusel-Emmendörfer, Leiterin des Seniorenzentrums, vor zwei Jahren eine Ausbildung in »komplementärer Pflege« begonnen. Seither setzen die beiden ihr neues Wissen im Haus ein. »Eine Einreibung mit Zitronenöl etwa macht trockene Haut wieder geschmeidig, wirkt antiseptisch und belebend.« Bei Palliativpatienten haben viele Öle eine entspannende und schmerzlindernde Wirkung.

Dr. Thomas Gerhardt, Arzt in Wilhelmsdorf, behandelt auch viele Patienten im Seniorenzentrum. »Um ehrlich zu sein war ich anfangs skeptisch. Als Arzt glaubt man an die Naturwissenschaft und an medizinische Erkenntnisse. Heute, ein knappes Jahr später, bin ich von der Methode restlos überzeugt. Den Patienten geht es besser, sie klagen seltener über Schmerzen, ihre Haut ist gesünder. Die körperliche Zuwendung tut gut und aktiviert die Selbstheilungskräfte. Wir konnten Schmerzmittel reduzieren und auch die Stimmung der Bewohner ist besser.«, berichtet er.

Nun möchten Frau Parusel-Emmendörfer und ihr Team die komplementäre Pflege fest in das Programm des Hauses übernehmen. Dafür müssen Öle, Salben, Tees, Klangschalen, Heukissen und vieles mehr angeschafft werden. Die Mitarbeiter brauchen auch spezielle Schulungen, müssen Kurse besuchen, benötigen Fachliteratur. All das ist nicht über das normale Budget finanziert. Zur nachhaltigen Einführung der komplementären Pflege im Seniorenzentrum Wilhelmsdorf brauchen wir 19.500 Euro. Deshalb bitten wir Sie: Unterstützen Sie das Team vom Seniorenzentrum Wilhelmsdorf mit einer Spende – für mehr Behutsamkeit und Zeit in der Pflege!

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