Wie läuft die Berufspraxis an einer Sonderschule?

Möglichkeit 4: Referendariat
Beatrix, du bist Referendarin am Hör-Sprachzentrum Wilhelmsdorf. Was hat dich ausgerechnet in die oberschwäbische Provinz verschlagen?
Mein Favorit war ursprünglich das Schulseminar Stuttgart. Aber als zukünftige Referendarin hat man keine Garantie, dass der eigene Wunsch auch in Erfüllung geht. Dann habe ich von einer Referendarin, die schon vor mir im Hör-Sprachzentrum Wilhelmsdorf angefangen hat, den Tipp mit dem Seminar Meckenbeuren bekommen. So bin ich also in Oberschwaben gelandet. Toll sind hier die kurzen Entfernungen zwischen den Ausbildungsschulen und dem Seminar.

Wie läuft die Arbeit bisher?
Sie war vor allem dadurch geprägt, in verschiedene Klassen zu schnuppern und das ganze System einer so vielfältigen Einrichtung kennenzulernen. Wichtig ist es, einen „Stand“ in der Klasse aufzubauen und viel zu unterrichten. Im Moment unterrichte ich cirka sechs Stunden pro Woche.

Die berufspraktische Ausbildung für SonderschullehrerInnen gibt es hier erst seit Anfang 2005. Findest du es wichtig, dass es in Oberschwaben auch einen Standort der Lehrerausbildung gibt?
Na klar. Das gibt auf jeden Fall neue Impulse für die Sonderschulen. Im Gegensatz zu anderen Regionen gibt es hier viele private Sonderschulen, die sich über ReferendarInnen freuen und sie herzlich aufnehmen. Schön sind auch die vielen jungen KollegInnen, die es hier in Wilhelmsdorf gibt.

Kannst Du Dir vorstellen, auch nach dem Referendariat in den Zieglerschen zu bleiben?
Ja, ich glaube schon. Ich könnte mir gut vorstellen, in einem Bereich des Hör-Sprachzentrums zu arbeiten. Die Gegend um Wilhelmsdorf ist sehr schön, im Sommer kann man super Wandern, Radfahren und Joggen. Allerdings ist der Winter sehr ‚hart’ – und nachteilig ist für mich auch die große Entfernung zu meiner Familie, Partner und Freunden.

Das Gespräch führte Jens Walther