Wenn's zu Hause nicht mehr geht und das Heim keine Alternative ist

...dann hilft das Angebot Betreutes Jugendwohnen - seit nunmehr 18 Jahren
■ „Zielgruppe sind junge Menschen ab 16 Jahren, die für sich eine größere Selbständigkeit beanspruchen und für die eine andere Betreuungsform (etwa in der Familie oder in einer Wohngruppe) nicht mehr angezeigt ist. Diese Jugendlichen haben meist deutliche persönliche und soziale Schwierigkeiten, so dass sie zur Verselbständigung entsprechende Begleitung und Unterstützung benötigen.“ Dieser Auszug aus der Konzeption verdeutlicht die Wichtigkeit des Betreuten Jugendwohnens für die Jugendlichen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit. Das Martinshaus Kleintobel
bietet diese Betreuungsform seit 18 Jahren an.

Betreutes Jugendwohnen heißt: Die Jugendlichen leben völlig selbstständig in ihrer eigenen Wohnung, drei bis vier Mal pro Woche kommt ein(e) MitarbeiterIn des Martinshauses vorbei und hilft bei allem, was so anliegt. Bis heute wurden 146 Jugendliche betreut, davon 50 Mädchen. So gut wie alle „Absolventen“ des Betreuten Jugendwohnens, über 90 Prozent, konnten mit einem guten Schulabschluss, abgeschlossener Ausbildung oder einfach guten Voraussetzungen für die Zukunft entlassen werden. Ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft: Die Flexiblen Hilfen des Martinshauses, die künftig im „Haus der Diakonie“ in Ravensburg angeboten werden, umfassen das Betreute Jugendwohnen, das Begleitete Umgangsrecht, weitere Module der Begleitung von jungen Menschen und deren Familien sowie die Vernetzung/Kooperation mit der Ev.  Kirchengemeinde. Das Betreute Jugendwohnen im Wandel der Zeit:

  • 1988 Die Geburtsstunde des Betreuten Jugendwohnens: Zwei Jungen und eine Betreuerin machen den Anfang
  • 1991 Neue Anlaufstelle in der Elisabethenstraße in Ravensburg und Eröffnung der Außenstelle Leutkirch. Insgesamt gibt es jetzt sechs BetreuerInnen und 14 Plätze.
  • 1995 Umzug der Anlaufstellen in die Marktstraße in Ravensburg. Fünf MitarbeiterInnen betreuen vierzehn Jugendliche
  • 2006 Reduzierung auf drei BetreuerInnen und acht Jugendliche. im Oktober Umzug der Anlaufstelle in das „Haus der Diakonie in Ravensburg“

Von Peter Schmitz