Was geschehen ist, soll ans Licht

Die gemeinsamen Forschungen der Zieglerschen mit der Historikerin Inga Bing-von Häfen
Vor gut zehn Jahren begannen die Zieglerschen und die Historikerin Inga Bing-von Häfen ihre fruchtbare Zusammenarbeit. Bing-von Häfen, freie Historikerin in Stuttgart, fing an im Auftrag der Zieglerschen archivwürdiges Gut aus den Einrichtungen zu sichern und der Nutzung zugänglich zu machen. Seither wird das Archiv der Zieglerschen als eigener Bestand im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart geführt. Damit können wir dem ständig wachsenden Interesse an der Geschichte Wilhelmsdorfs und seiner Diakonie entgegenkommen.

Nach der Erschließung des Archivbestands begann die Veröffentlichung erster historischer Arbeiten. Inzwischen ist die Zahl der Publikationen erfreulich angewachsen. 2005 erschien eine Sonderausgabe der visAvie zum 175jährigen Jubiläum der Wilhelmsdorfer Diakonie. Die Autorin erzählt aus den ersten Jahrzehnten und porträtiert Wilhelm Dreher, den Leiter der »Trinkerheilstätte« Haslachmühle. Prof. Dr. Hermann Ehmer, damals Leiter des Landeskirchlichen Archivs, hielt 2005 den Vortrag »Erweckung und Rettungshausbewegung als Grundlage moderner Diakonie – Das Beispiel Wilhelmsdorf«. Auch er wurde in visAvie publiziert. Im gleichen Jahr gaben die Zieglerschen eine Festschrift zum 100jährigen Bestehen ihrer Suchtkrankenhilfe heraus, im Jahr darauf erschien als visAvie-Sonderbeilage der Text »50 Jahre Martinshaus Kleintobel«. Hermann Ehmer wiederum hielt zum 100. Todestag von Johannes Ziegler einen Vortrag über dessen Leben. Und im Herbst 2010 erschien schließlich ein Buch, in dem Inga Bing-von Häfen die spannende 100jährige Geschichte des heutigen Ev. Kinder- und Jugenddorfes Siloah erzählt.

Eine weitere Veröffentlichung ist für die nahe Zukunft geplant: Inga Bing-von Häfen recherchiert derzeit die »Heimkindervergangenheit« unserer Einrichtungen. Auch dieser Geschichte wollen wir uns also stellen. Die historische Forschung in eigener Sache ist längst nicht abgeschlossen.