Ausbildung mit Zukunft

Möglichkeit 5: Berufsausbildung an der GVS - hier werden Fachleute für den Sozialbereich ausgebildet. Mit besten Zukunftschancen.
■ „Diese Schule ist anders als alles, was ich bisher erlebt habe – gleich am ersten Tag bin ich aufs Herzlichste empfangen worden. Ich fühle ich mich wohl, behütet und geborgen.“ Ein Lob wie dieses von Pascal Bruhn, Schüler des ersten Jahrgangs des neuen Ausbildungsgangs Physiotherapie, ist für die Gotthilf-Vöhringer-Schule (GVS) eine schöne Bestätigung. Denn die Nähe der Lehrkräfte zu den Schülern in einer guten Atmosphäre ist Grundanliegen der Schule seit ihrer Gründung. Ein Konzept, das sich bewährt und Früchte trägt.

Seit der Gründung der Vöhringer-Schule vor 60 Jahren hat sich viel getan in der Bildungslandschaft und im Sozial- und Gesundheitswesen. Doch das wichtigste Ziel der Schule ist gleich geblieben: den Absolventinnen und Absolventen beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu vermitteln. Deshalb hat ein hoher Ausbildungsstandard oberste Priorität.

Ausbilden für das Sozial- und Gesundheitswesen bedeutet heute, sich ständig ändernden Bedingungen anzupassen und flexibel und kreativ auf Umstrukturierungen zu reagieren. Damit das gelingt ist der Bezug zur Praxis entscheidend. Darum setzen die Dozentinnen und Dozenten der GVS einen zentralen Schwerpunkt aufs praktische. „Die theoretischen Fächer werden verständlich und anschaulich erklärt und die ganze Schulzeit wird mit praktischem Unterricht aufgepeppt: Ballübungen, Massage, Lymphdrainage und Untersuchungen am eigenen Leib.”, erklärt Petra Grawein, Schülerin der Physiotherapieschule. „So können wir selbst erfühlen, welche Behandlung wir künftig unseren Patienten angedeihen lassen sollen.“

Auch in den anderen Fachbereichen ist praktische Anschauung oberstes Gebot. Den Unterricht ergänzen Exkursionen, wie beispielsweise nach Basel zur Anatomieausstellung. Längere Praktika in den Einrichtungen sind in die Ausbildung integriert. Dazu hat die Schule ein eigenes  Anleitungsmodell entwickelt, das die Begleitung der Schüler durch den Fachdozenten während des Praktikums sicherstellt. Sogenannte „Sichtstunden“ dienen dazu, Erlerntes umsetzen zu können, die angehenden Physiotherapeuten und -therapeutinnen werden sogar wöchentlich in ihrer Praktikumsstelle besucht. Für die Ausbildungsgänge Logopädie und Ergotherapie wurden eigene Lehrpraxen eröffnet.

Über den eigenen Tellerrand hinausblicken und -denken zu können, ist unerlässlich für Fachkräfte. Deshalb sind Studienreisen zum festen Bestandteil geworden. Häufig führen diese in andere europäische Länder. Die Schüler planen und organisieren die Reise selbst und erlangen so wertvolle Kompetenzen in Bezug auf Teamarbeit und Gruppendynamik.

Damit sind wir beim zweiten Schwerpunkt: soziale Kompetenz. Die Schüler müssen später in der Lage sein, sich in ein Team zu integrieren und auf unterschiedlichste Klienten einzustellen, denn schwierige und konfliktträchtige Situationen sind in sozialen und Gesundheitsberufen an der Tagesordnung. Am Ausbildungsbeginn stehen daher drei erlebnispädagogische Tage, an denen sich die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer auf einer abgelegenen Hütte als zusammengewürfelte Gruppe finden und formieren. Klassenfeste und Sporttage dienen ebenfalls diesem Zweck. Aus der Überzeugung, dass eine Berufsausbildung an den praktischen Anforderungen des Berufsalltags orientiert sein muss, entstehen immer wieder neue Ideen. Und nicht zuletzt soll die Ausbildung ja auch Spaß machen – und Vorfreude wecken auf die Zukunft.

Von Elke Schübert