Elf Fragen an... Thomas Frick

Thomas Frick (54), neuer Schulleiter der Realschule für Erziehungshilfe, Martinshaus Kleintobel
1. Wie sind Sie zu den Zieglerschen gekommen?

In meiner 22-jährigen Tätigkeit in der Fachklinik Wangen gab es häufiger Kontakte zum Martinshaus. Als Mathelehrer gab ich auch immer wieder externe Nachhilfe dort. Aktuell macht meine Tochter eine Ausbildung auf einer Innenwohngruppe. Sie hat mir die neu zu besetzende Schulleiterstelle sofort mitgeteilt.

2. Wenn Sie Kinder oder auch keine haben: Was wünschen Sie jungen Leuten von heute für ihre Zukunft?

Ich habe vier Kinder im Alter von 17 bis 27 Jahren. Ihnen und jungen Menschen generell wünsche ich, dass sie eine Arbeit bekommen, die sie ausfüllt und glücklich macht.

3. Wie stellen Sie sich Ihr Alter vor?

Viel Zeit für meine Frau, Kinder und Enkelkinder haben. Aktiv sein, viel radeln, wandern, möglichst oft am von mir geliebten Lago Maggiore sein.

4. Welches Buch lesen Sie gerade?

»Fermat’s letzter Satz – die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels« von Simon Singh und Klaus Fritz.

5. Welche Lebenserfahrung möchten Sie nicht missen?

Die Geburt meiner Kinder; im Beruf einfühlsam mit kranken und schwierigen Kindern umzugehen, ihnen das Gefühl vermitteln können, dass sie nicht allein sind.

6. Mit welchen Menschen der Geschichte oder der Gegenwart möchten Sie einmal ein Gespräch führen?

Im Grunde würde ich gern jede Persönlichkeit, die in der Vergangenheit Geschichte gemacht und wichtige politische Entscheidungen getroffen hat, fragen, warum sie diese Entscheidung so und nicht anders getroffen hat.

7. Welche Bedeutung hat für Sie der Glaube?

Da ich sehr christlich erzogen worden bin, kommt dem Glauben bei all meinen Entscheidungen eine elementare Bedeutung zu. Er hilft über viele Unsicherheiten und schwierige Situationen hinweg.

8. Wie sieht Ihr Traumurlaub aus?

Einmal mit dem Fahrrad quer durch Afrika. Von der Wüste bis zum Regenwald alles hautnah erleben.

9. Sie gewinnen eine Million im Lotto. Was machen Sie mit dem Geld?

Mit einer Million hat man Verantwortung. Natürlich würde ein Teil in meine Familie fließen, ich würde aber auch eine Stiftung gründen, deren Gelder sozialen Einrichtungen oder Patenschaften für die Dritte Welt zugute kommen.

10. Was ist Glück für Sie?

Glück ist, gesund zu bleiben, dass es der Familie gut geht, dass man in schwierigen Situationen sinnvolle Lösungen erarbeiten kann, auch mit Jugendlichen. Am schönsten ist unverhofftes Glück.

11. Ihre größte Tugend?

Offen und ehrlich sein.

Aufgezeichnet von Markus Fritsche.