Elf Fragen an... Herbert Galonska

Herbert Galonska (53), seit einem Jahr Therapeutischer Leiter der Fachklinik Hohenrodt
1. Wie sind Sie zu den Zieglerschen Anstalten gekommen?

Das war keine durchgeplante Aktion, sondern eher ein Impuls, eine spontane Idee. Es lag an einer positiven Interaktion im Zusammenspiel mit den Geschäftsführern der Suchtkrankenhilfe, Herrn Rau und Herrn Arnegger und der Leiterin der Fachklinik Hohenrodt, Frau Müller. Oder war es doch Gottes „Wink“?

2. Wenn Sie Kinder oder auch keine haben: Was wünschen Sie jungen Leuten von heute für ihre Zukunft?

Ich habe drei Kinder (♂30, ♀28, ♀17) – wahrscheinlich meine größte und wichtigste „Lebensleistung“. Ich wünsche ihnen, wie auch allen anderen jungen Menschen, dass sie aus der Historie und Tradition nur das Wesentliche mitnehmen (keinen „Ballast“) und sonst alles andere selbst ausprobieren bzw. sich erarbeiten. Man kann die Zukunft nicht mit den Methoden von gestern meistern.

3. Wie stellen Sie sich Ihr Alter vor?

Einfach schön, besonders gerne als einen langen, erfüllten Nachmittag oder Herbst des Lebens. Übrigens halte ich dabei die Gesundheit nicht für das Wichtigste.

4. Welches Buch lesen Sie gerade?

Meistens und am liebsten lese ich mehrere Titel gleichzeitig und nicht am Stück. Aktuell: „Die Sinn-Macher“ von G. Höhler, „Lebenslust“ von M. Lütz und „Zuversicht schafft Erfolg“ von G. Bordemenn.

5. Welche Lebenserfahrung möchten Sie nicht missen?

Ich blicke gerne zurück und möchte davon (fast) nichts missen. Gar nicht verzichten möchte ich auf Familie; sowohl die Herkunftsfamilie (meine Eltern und ihre Erziehung) als auch meine eigene.

6. Mit welchen Menschen der Geschichte oder der Gegenwart möchten Sie einmal ein Gespräch führen?

Mit Karol Wojtyła (Johannes Paul II) – er war im Studium mein Ethik-Lehrer. Mit meiner Schwiegermutter (leider bereits vor Jahren verstorben).

7. Welche Bedeutung hat für Sie der Glaube?

Er ist das Fundament, die Basis meines Lebens.

8. Wie sieht Ihr Traumurlaub aus?

Ich freue mich auf jeden nächsten Urlaub. Wir verreisen sehr oft. Es müssen nicht unbedingt immer Palmen, Strand und Meer sein.

9. Sie gewinnen eine Million im Lotto. Was machen Sie mit dem Geld?

Ganz ehrlich – das möchte ich gar nicht. Wenn schon, dann maximal 400.000 bis 500.000 Euro als Darlehentilgung und Altersabsicherung. Über diese Summe hinaus würde ich alles weitergeben. Da kenne ich viele bedürftige Hände.

10. Was ist Glück für Sie?

Das Leben an sich und dann noch erfüllt von Liebe.

11. Ihre größte Tugend?

Das sollten Andere beurteilen. Ich wäre schon froh, wenn ich welche hätte und diese von meinen Mitmenschen wahrgenommen würden.

Die Fragen stellte Reinhard Siebert