Elf Fragen an... Dr. Annett Höse

Dr. Annett Höse, 42, seit Oktober 2010 Ärztlich-therapeutische Leiterin der Tagesrehabilitation Ulm
1. Wie sind Sie zu den Zieglerschen gekommen?

Das verdanke ich dem kleinen Sohn meiner Vorgängerin. Hätte sie sich nicht für ihn entschieden, hätte ich nicht (für’s erste) ihren Platz eingenommen.

2. Wenn Sie Kinder oder auch keine haben: Was wünschen Sie jungen Leuten von heute für ihre Zukunft?

Antoine de Saint-Exupéry hat mal geschrieben: »Was die Zukunft betrifft, so ist deine Aufgabe nicht, sie vorauszusehen, sondern sie zu ermöglichen«. Oder anders: Wichtig ist, dass es eine Zukunft gibt. Gestalten soll sie dann jeder nach seinen Möglichkeiten können.

3. Wie stellen Sie sich Ihr Alter vor? Noch gar nicht, aber vielleicht sollte ich jetzt damit anfangen.

4. Welches Buch lesen Sie gerade? »Der Sterne Tennisbälle« von Stephen Fry, weil Gut und Böse ganz nahe beieinander liegen (können).

5. Welche Lebenserfahrung möchten Sie nicht missen? Dass man mit Geduld und Beharrlichkeit tatsächlich ans Ziel gelangt.

6. Mit welchen Menschen der Geschichte oder der Gegenwart möchten Sie einmal ein Gespräch führen? Mit Marie Curie, der meiner Ansicht nach klügsten und faszinierendsten Frau, die je gelebt hat.

7. Welche Bedeutung hat für Sie der Glaube? Pragmatisch und tröstlich zugleich halte ich es mit Hebräer 11.1: »Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.«

8. Wie sieht Ihr Traumurlaub aus?

Ich würde gern mit dem tren del fin del mundo durch Patagonien und Feuerland nach Ushuaia reisen, um zu sehen, ob »jenseits dieser Grenzen [tatsächlich] Drachen wohnen«.

9. Sie gewinnen eine Million im Lotto. Was machen Sie mit dem Geld?

Ich bin zwar nicht schwäbisch sozialisiert, würde das Geld aber dennoch zunächst gewinnbringend anlegen und dann kontinuierlich in die investieren, die weniger Glück hatten als ich. Abnehmer finden sich immer.

10. Was ist Glück für Sie?

Dass es Menschen gibt, die mir wichtig sind und umgekehrt.

11. Ihre größte Tugend?

… und gleichzeitig mein größtes Laster: »keine
halben Sachen«.

Aufgezeichnet von Harald Dubyk