Elf Fragen an...

Wieland Haney (62), Abteilungsleiter im Hör- Sprachzentrum Wilhelmsdorf für Frühförderung und Schulkindergarten
1. Wie sind Sie zu den Zieglerschen gekommen?
Ich habe in Weingarten Grund- und Hauptschulpädagogik studiert. Herr Stöckle, damals Direktor der Gehörlosenschule in Wilhelmsdorf, hat mir einen Lehrauftrag angeboten. Das hat mich interessiert.

2. Wenn Sie Kinder oder auch keine haben: Was wünschen Sie jungen Leuten von heute für ihre Zukunft?
Lebensfreude, Zuversicht und Vertrauen darauf, dass sich die Zukunft trotz aller gegenwärtigen und künftigen Widrigkeiten gestalten lässt.

3. Wie stellen Sie sich Ihr Alter vor?
Gesund und (Reisen- oder Garten-)aktiv bis ins hohe Alter. Und wenn es mit dem selbstbestimmten Leben nicht mehr geht, dann einen guten Pflegeplatz in vertrauter Umgebung, gerne auch bei den Zieglerschen.

4. Welches Buch lesen Sie gerade?
Zurzeit liegt das Buch »Die vergessene Generation« von Sabine Bode an meinem Bett. Nicht ganz leicht zu verdauen. Und es beschleicht mich dabei das Gefühl, dass ich die eine oder andere Frage an meine Eltern noch hätte stellen können.

5. Welche Lebenserfahrung möchten Sie nicht missen?
In jedem Lebensabschnitt und Alter stoße ich auf Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Am eindrücklichsten war für mich aber die Zeit mit der Familie, mit Frau, Kind, Hund und Katze. Eine unglaublich intensive und bereichernde, aber natürlich auch Kraft und Nerven kostende Zeit.

6. Mit welchen Menschen der Geschichte oder der Gegenwart möchten Sie einmal ein Gespräch führen?
Wer fällt mir da auf die Schnelle ein? Barack Obama? Dalai Lama? Oder Mahatma Gandhi? Das sind auf jeden Fall Persönlichkeiten, die mich schwer beeindrucken, wie übrigens auch Navid Kermani, den ich gestern kennengelernt habe. Persönlich würde ich gerne noch einmal mit meinem Vater sprechen.

7. Welche Bedeutung hat für Sie der Glaube?
Ich nehme mich als Teil der Schöpfung war. An den Schöpfer und die Schöpfungskraft glaube ich. Mit der fühle ich mich in Einheit. Dem ökumenischen und konfessionsüberschreitenden Austausch fühle ich mich verbunden.

8. Wie sieht Ihr Traumurlaub aus?
In meinem Traumurlaub gibt es auf jeden Fall Natur satt, mit Radfahren, wandern oder paddeln und natürlich mit den richtigen Leuten. Es ist warm und regnet eigentlich nicht und wenn doch, dann nur nachts. Zeit zum Chillen und gut Essen gehört unbedingt dazu.

9. Sie gewinnen eine Million im Lotto. Was machen Sie?
Spontan fühle ich erst einmal ein »Oh je« und dann ein »Au ja!« Schuldentilgen, alle anstehenden Reparaturen sofort durch Handwerker ausführen lassen, einen guten Geld-Anlageberater suchen und natürlich diesen Geldsegen teilen, sowie jetzt eigentlich auch schon.

10. Was ist Glück für Sie?
Die Schöpfung in ihrer unendlichen Vielfalt immer wieder auf ’s Neue wahrzunehmen.

11. Ihre größte Tugend?
Ich bin, glaube ich, als Diener und Helfer auf die Welt gekommen. Diese Rollen sind mir vertraut und begleiten mich schon eine ganze Weile.

Die Fragestellerin war Stefanie Heier.