Ein Dankeschön auf 850 Meter Höhe

Am längsten Tag des Jahres, Mitte Juni, luden die Zieglerschen Anstalten ihre rund 800 Ehrenamtlichen erstmals zu einem gelungenen Dankeschön-Nachmittag auf den Höchsten ein.
■ Knapp 800 Menschen sind in irgendeiner Form in den Aufgabenfeldern der Zieglerschen Anstalten freiwillig engagiert. Die unterschiedlichen Formen der ehrenamtlichen Mitarbeit und die Bandbreite der Engagierten sind so vielfältig wie die Einsatzorte und Aufgabengebiete. Und dadurch kommt der Gewinn des ehrenamtlichen Engagements für die betreuten Menschen erst richtig zur Geltung.

Zu einem ersten Dankeschön-Nachmittag für alle ehrenamtlich Engagierten hatte der Vorstand der Zieglerschen Anstalten am längsten Tag des Jahres im Juni rund 760 Menschen aus allen Aufgabenfeldern und von allen Standorten auf den 850 Meter hoch gelegenen Höchsten, hoch über dem Deggenhausertal mit Blick über den gesamten Bodensee, eingeladen. Mit dieser ersten zentralen Einladung wird der Vorstand nun in jährlichem Turnus seine Wertschätzung und seinen Dank gegenüber allen Ehrenamtlichen in unseren Aufgabenfeldern zum Ausdruck bringen. Die unterschiedlichen Anerkennungsformen an den einzelnen Standorten und in den einzelnen Aufgabenfeldern werden dadurch nicht abgelöst. Vielmehr soll es bei den jährlichen gesamtwerksweiten Begegnungen zu einem belebenden Austausch der engagierten Personen untereinander kommen.

Sogar zwei organisierte und vollbesetzte Busse mit ehrenamtlichen Gästen fanden neben den vielen anderen Gästen aus allen Himmelsrichtungen den Weg in den Berggasthof Höchsten. Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Züfle begrüßte Ehrenamtliche aus Selbsthilfegruppen, von Freundeskreisen und Fördervereinen, Paten, Betreuer, Freizeit- und Reisebegleiter, Projektpartner, handwerklich engagierte Personen, solche von Besuchsdiensten, von seelsorgerlichen Angeboten, Cafeteria-Betreibende und viele andere. Sie alle stehen für das, was ihr Engagement für die betreuten Menschen und für die Zieglerschen Anstalten so wertvoll macht: Vielfalt, Phantasie, Kreativität, Einsatzbereitschaft, Ideenreichtum und Haltung.

Bei diesjährigen Anlass gelang es Prof. Sigrid Kallfass, weithin bekannte Fachfrau für Bürgerschaftliches Engagement in Baden-Württemberg und externe Leiterin des Projektes der Zieglerschen „Neue Freiwillige gewinnen“, mit einem lebhaften und anregenden Fachvortrag die fast 150 Gäste zu fesseln und ehrenamtliches soziales Engagement unter wissenschaftlicher, aber auch individueller Sicht zu beleuchten. „Was nutzt ein Engagement der engagierten Person?“, „Was nutzt ein Engagement einer anderen Person?“ und „Was nutzt ein Engagement dem Gemeinwesen?“ waren die  Leitfragen für ihren Vortrag in der randvollen Kapelle des Fachkrankenhauses Höchsten.

Im anschließenden Austausch der kompetenten und interessierten Zuhörer wurde das zutiefst beeindruckende Engagement deutlich, mit dem Aufgaben in höchster Intensität und mit viel menschlicher Zuwendung, aus persönlicher Kompetenz und mit einem hohen Maß an Bereitschaft geleistet werden.

Von Ludger Baum