Anruf bei...Gertrud Hämmerle

Gertrud Hämmerle, Therapeutische Leiterin JUST
■ Ich schreibe grade an einem Zwischenbericht für die Krankenkasse. Den braucht die Kasse, um eine Verlängerung genehmigen zu können. Wir haben hier eine 20-Jährige, die seit einem halben Jahr da ist, die aber noch einige Zeit braucht, um sich in der Therapie zu stabilisieren. Die Patientin hat eine gute Entwicklung bei uns gemacht, sie ist nur einmal rückfällig geworden. Sie kam im Dezember über „clean.kick“ zu uns, die Entgiftungsstation in Ravensburg, kurz nachdem JUST nach langer Planungsphase endlich den Betrieb aufgenommen hat.

Sie ist eine unserer ersten Klientinnen. Wie die meisten unserer Jugendlichen war sie nicht die klassische Alkoholikerin oder auch Drogensüchtige. Es gibt keine „Leitdroge“, konsumiert wird eben, was gerade verfügbar ist. Derzeit macht sie ein Praktikum in einem Museum, beruflich ist sie noch auf der Suche. Als ihre „fallführende“ Therapeutin mache ich wöchentliche Einzelgespräche mit ihr, in Krisen auch täglich. Ich halte den Kontakt zu ihren Eltern und zum Jugendamt, leite Gruppentherapien und führe Teamgespräche.

Das ist wirklich toll bei JUST: Hier arbeiten ganz unterschiedliche Berufe ganz eng zusammen, wir stimmen uns intensiv ab, wir haben wirklich den Überblick, wie es bei jedem und jeder Einzelnen unserer Jugendlichen läuft. Seit neuestem ist auch unsere Website online. Wenn Sie mehr wissen wollen, können Sie ja einfach selbst mal gucken auf www.jugendsuchttherapie.de

Der Anrufer war Christof Schrade