Anruf bei... Achim Papesch

Achim Papesch, Hausmeister im Hör-Sprachzentrum Wilhelmsdorf
■ Ich bin in meiner Werkstatt und repariere mit einer Heißklebepistole einen Fisch aus Karton. Er ist vor dem Schulschwimmbad von der Decke abgestürzt. Danach fahre ich zu einer MAV-Sitzung nach Ravensburg. Nach der Mittagspause mache ich noch verschiedene Reparaturen und Installationen in unserem Schulgebäude.

An meinem Beruf gefällt mir, dass mich jeden Tag neue Aufgaben erwarten, die Lösungen brauchen. Ich überlege mir, ob ein ähnliches Problem schon mal da war und ob die vorhandenen Materialien zum Beispiel für eine Reparatur in Frage kommen. Als Hausmeister bin ich aber auch mit einer zunehmenden Schnelllebigkeit konfrontiert. So wurden beispielsweise bei uns zum Schuljahresende schon Internatsgruppen geschlossen und nach den Sommerferien sollten gleich Schulklassen in den umgebauten Räumen unterrichtet werden. Für mich wäre es einfacher, wenn so was mit längerem Vorlauf angegangen wird. Sehr wichtig ist für mich die Sicherheit der Kinder und Mitarbeiter in der Schule. So sollten, bevor die Maler ältere Gebäude renovieren, die alte Stromleitungen und Steckdosen auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden.

Schön finde ich den guten, fröhlichen und offenen Umgang unter den Mitarbeitern der Schule. Leider habe ich aber durch die verstärkte Bürokratie, Arbeitsverdichtung und wirtschaftlichen Vorgaben weniger Zeit für die Bedürfnisse und Anfragen der Schulkinder. Das finde ich sehr schade.

Der Anrufer war Jens Walther