Bufdi statt Zivi: Ab jetzt freiwillig und für alle

Am 1. Juli endet die Ära des Zivildienstes - und der Bundesfreiwilligendienst »Bufdi« beginnt.
»Drückeberger« wurden sie genannt, die ersten »Zivis«, die 1961 aus Gewissensgründen den Wehrdienst verweigerten und ihren Ersatzdienst antraten. In den folgenden 50 Jahren wandelte sich das Bild des Zivildienstes jedoch radikal. Denn ohne die Unterstützung der Zivis wären Pflege und soziale Arbeit so kaum denkbar gewesen.

Doch ab 1. Juli ist es vorbei mit den Zivis, jetzt kommen die »Bufdis« – die Bundesfreiwilligendienst-Leistenden. »Der Bundesfreiwilligendienst ist für uns einerseits eine Herausforderung«, sagt Ines Römpp, Personalreferentin der Zieglerschen für Freiwilligendienste und Praktika. Denn während der Zivildienst noch verpflichtend war für junge Wehrdienstverweigerer, gibt es ab jetzt nur noch Freiwillige. »Die müssen wir erst einmal gewinnen.« Andererseits ist sich Römpp sicher: »Der neue Dienst ist eine tolle Chance. Er steht nämlich ohne Altersbeschränkung allen Interessenten ab 16 Jahren offen.« Beim »Freiwilligen Sozialen Jahr« (FSJ) dagegen, das es schon länger gibt, dürfen die Freiwilligen nicht älter als 27 sein. »Der Bundesfreiwilligendienst ist somit auch für Menschen, die sich zum Beispiel nach einer Familienphase neu orientieren möchten, interessant. Er kann der ideale Einstieg in ein neues Berufsleben sein«, so Ines Römpp. Die Freiwilligen können ein Jahr lang »Reinschnuppern «, sind sozialversichert und können von den Bildungsangeboten des Bundesfreiwilligenprogramms profitieren. Auch für Ruheständler kann der »Bufdi« attraktiv sein.

Und für die Jüngeren – »Bufdi« oder »FSJ«? Ines Römpp: »Ab 1. Juli gibt es bei uns einfach nur ›Freiwilligendienste‹. Auf diese Stellen können sich alle bewerben, egal wie alt. Die Details klären wir dann im Gespräch.«

Haben Sie Fragen zu den Freiwilligendiensten in den Zieglerschen? Ines Römpp und ihr Team erreichen Sie unter Telefon: 07503 929-258 oder fsj@zieglersche.de.

Von Sarah Kanzen