Von dem, der mich hält... heute und bis in Ewigkeit

Angedachtes mal anders: Ein Interview mit Landesbischof Frank O. July
■ „Jugenddiakoniefestival“ – Herr Landesbischof, wie war Ihre erste Reaktion, als Sie davon hörten?

Wunderbare Idee, dass Jugendliche sich für Diakonie interessieren und dabei noch ein Fest feiern.

Sie waren selbst dabei beim Jugenddiakoniefestival: Was haben Sie für einen Eindruck in Wilhelsmdorf bekommen?

Mich hat beeindruckt, dass trotz starkem Regen das Zelt gut gefüllt war, das Fest gefeiert wurde und viel fröhliche Begeisterung zu spüren war. Dabei war eine große geistliche Konzentration zu spüren.

Jugend und Diakonie: wie passt das zusammen?

Sehr gut! Jugendliche sind oft bereit, sich für Ideale einzusetzen und zu engagieren. Sie sind begeisterungsfähig. Wie viel mehr, wenn es um Jesus Christus und sein heilsames Evangelium geht.

Kirche und Diakonie – was können wir in Gemeinde und Unternehmen tun, damit zusammenbleibt, was zusammengehört?

Indem man immer wieder darauf hinweist, dass beides zusammengehört, sich einander besucht und so deutlich macht, dass die jeweiligen Herausforderungen und Fragen einen selbst und alle gemeinsam betreffen.

Überall wird gerade gesprochen von „Wachsender Kirche“: was kann denn Diakonie dazutun?

Diakonie ist eine wachsende Arbeit in unserer Gesellschaft. Diakonie muss den vielen Menschen, die sie benötigen und aufsuchen deutlich machen, dass sie Teil kirchlicher Arbeit ist. Diakonie muss aber auch den Kirchengemeinden vor Ort zeigen, dass das Wachsen des diakonischen Engagements auch eine Dimension von wachsender Kirche ist.

Der Landesbischof hatte als Kind den Traum, Baggerfahrer zu werden. Könnten Sie sich vorstellen, heute beruflich etwas anderes zu tun?

Nein, mein Beruf erfüllt mich ganz (vielleicht wäre ich gerne hin und wieder Auslandskorrespondent).

Der Landesbischof hat ein Leibgericht. Maultaschen. Vermutlich weil sie klein, aber fein, und schnell zubereitet sind. Erklären Sie doch ebenso mundgerecht und in Kürze mit Würze, was für Sie Christ sein bedeutet.

Geborgen – Getragen – Erlöst. Von dem, der um Anfang und Ende weiß und mich hält, heute, morgen bis in Ewigkeit.

Herzlichen Dank Herr Landesbischof für Rede und Antwort! Und hoffentlich „Auf Wiedersehen“ in Wilhelmsdorf

Das Gespräch mit Landesbischof July führte Pfarrer Heiko Bräuning.