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20.06.2011

Suchthilfe präsentiert Tätigkeitsbericht 2010

1459 Patienten im vergangenen Jahr behandelt


Präsentierten den Tätigkeitsbericht 2010 der Suchthilfe der Zieglerschen: Dr. Ursula Fennen (Fachliche Geschäftsführerin) und Christoph Arnegger (Kaufmännischer Geschäftsführer).

Die Suchthilfe der Zieglerschen stellt ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2010 vor. Mit drei Fachkliniken, zwei Tagesrehabilitationen und einer Adaptionseinrichtung in Südwürttemberg bietet das diakonische Unternehmen mit Sitz in Wilhelmsdorf (Landkreis Ravensburg) stationäre und ganztägig-ambulante Rehabilitation für suchtkranke Menschen an. Im vergangenen Jahr wurden 1459 Patienten behandelt. „2010 präsentierte sich als ein Jahr der großen Entscheidungen und auch als Jahr der Weichenstellungen für die Zukunft“, beschreiben Dr. Ursula Fennen und Christoph Arnegger, Geschäftsführer der Suchthilfe der Zieglerschen, im aktuell vorliegenden Tätigkeitsbericht der Suchthilfe der Zieglerschen das zurückliegende Jahr. Vor allem der Neubau der Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau (Landkreis Sigmaringen) hat das Jahr 2010 geprägt. Nach über fünf Jahrzehnten verließ die Suchthilfe der Zieglerschen Ende 2010 den 830 Meter hohen Höchsten über dem Deggenhausertal (Bodenseekreis), um im 30 Kilometer entfernten Bad Saulgau einen modernen und zeitgemäßen Neubau zu beziehen.

177 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in den Kliniken der Suchthilfe der Zieglerschen, hauptsächlich Sozialpädagogen und Psychologen mit suchttherapeutischer bzw. psychotherapeutischer Zusatzqualifikation, Ärzte, Krankenschwestern, Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen sowie Verwaltungskräfte. Unterstützt wird die Arbeit der Kliniken vom Förderkreis der Suchthilfe der Zieglerschen, der sich seit seiner Gründung 1963 vor allem durch Spenden und Lobbyarbeit für suchtkranke Menschen engagiert. So wurden in 2010 40 000 Euro Spendengelder an die Kliniken der Suchthilfe weitergereicht, um therapeutische Zusatzangebote, die nicht von den Kostenträgern finanziert werden aber für den Rehaerfolg bedeutend sind, zu ermöglichen.

Vor allem die guten Abstinenzquoten der ehemaligen Patientinnen und Patienten dokumentieren den Erfolg der Suchtrehabilitation in den Zieglerschen. Rund 80 Prozent der in 2009 entlassenen Patientinnen und Patienten gaben ein Jahr nach Therapieende an, suchtmittelfrei zu leben. Knapp die Hälfte der Befragten hat sich an dieser so genannten Katamnese beteiligt. Spitzenreiter bei der Abstinenzquote mit 89,8 Prozent ist die Tagesrehabilitation Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg. Hier werden täglich bis zu 16 Patienten ganztägig-ambulant behandelt, das heißt sie kommen morgens und gehen abends wieder nach Hause.

Hauptbeleger und damit auch zentraler Kostenträger ist die Deutsche Rentenversicherung, gefolgt von den Krankenkassen. Rund 90 Prozent der 1459 Patientinnen und Patienten haben eine Kostenzusage des Rentenversicherungsträgers in der Tasche.

Hauptdiagnose und damit maßgebliche Indikation der Patienten ist die Alkoholabhängigkeit, gefolgt von Drogenabhängigkeit (Opiode, Cannabinoide,…). Parallel kommen bei vielen Patientinnen und Patienten noch weitere Diagnosen wie psychische Erkrankungen und neurotische Störungen hinzu. Je nach Indikation dauert die Reha bis zu sechs Monate. Ziel ist die gesellschaftliche und berufliche Wiedereingliederung.

INFO: In der Suchthilfe der Zieglerschen arbeiten drei stationäre Fachkliniken (Fachklinik Ringgenhof in Wilhelmsdorf/Landkreis Ravensburg; Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau/Landkreis Sigmaringen und Rehabilitationszentrum am Bussen in Oggelsbeuren/Landkreis Biberach), zwei Tagesrehabilitationen in Ulm und Ravensburg sowie eine Adaptionseinrichtung in Wilhelmsdorf. Geschäftsführer der Suchthilfe, die zu den Zieglerschen in Wilhelmsdorf gehören, sind Dr. Ursula Fennen (fachlich) und Christoph Arnegger (kaufmännisch). Weitere Informationen erhalten Sie unter www.zieglersche.de/suchthilfe.

Harald Dubyk

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