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05.08.2011

Suchthilfe erfüllt schon jetzt gesetzliche Zertifizierungspflicht

Qualitätsmanagement erfolgreich auditiert


Die Fachkliniken und Tagesrehabilitationen der Suchthilfe der Zieglerschen sind seit Kurzem nach den Richtlinien der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, kurz BAR, zertifiziert. Damit erfüllt das interne Qualitätsmanagement der Suchthilfe der Zieglerschen schon jetzt die Anforderungen der gesetzlichen Zertifizierungspflicht für die stationäre Rehabilitation, die im Herbst 2012 in Deutschland in Kraft tritt. Die Qualitätssicherung in der medizinischen Rehabilitation in Deutschland hat schon fast eine kleine Tradition. Seit Jahren weisen die Rehakliniken mit Hilfe eines internen Qualitätsmanagementsystems die Güte ihrer Arbeit nach. Die Suchthilfe der Zieglerschen, Träger mehrerer Suchtrehakliniken in Südwürttemberg, mit Sitz in Wilhelmsdorf (Landkreis Ravensburg) wurde 2002 das erste Mal zertifiziert. Mit der nun erfolgreich bestandenen Zertifizierung nach den Kriterien der BAR erfüllen deren Kliniken bereits heute, also über ein Jahr vor Inkrafttreten, die gesetzliche Zertifizierungspflicht. „Damit haben wir einen wichtigen Schritt hin zur Zukunftssicherung unserer Kliniken getan“, sagen Dr. Ursula Fennen und Christoph Arnegger, die Geschäftsführer der Suchthilfe der Zieglerschen.

Qualitätskriterien nach BAR sind unter anderem ein teilhabeorientiertes Leitbild des Reha-Trägers, ein schriftliches Einrichtungskonzept, ein Indikationsspezifisches Reha-Konzept, ein anerkanntes, internes Qualitätsmanagementsystem und die Teilnahme am externen Qualitätssicherungsprogramm der Kostenträger. Zertifiziert wurden in den Fachkliniken Ringgenhof (Wilhelmsdorf) und Höchsten (Bad Saulgau, Landkreis Sigmaringen) sowie den beiden Tagesrehabilitationen Ravensburg und Ulm die Arbeitsbereiche Ärztlicher Dienst, Psychotherapie, Arbeitsbezogene medizinische Rehabilitation, Soziotherapie, Klinik- und Patientenverwaltung, Küche und Hauswirtschaft sowie der Technische Dienst.

Die Suchthilfe der Zieglerschen ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Suchttherapie „dequs“ mit Sitz in Kassel. Dequs gibt ein eigenes, anerkanntes Qualitätsmanagementsystem auf der Grundlage der DIN EN ISO 9001:2008 heraus, das auch die Kliniken der Suchthilfe der Zieglerschen anwenden. Rehakliniken, die von Herbst 2012 an die Kriterien der BAR nicht erfüllen, werden in Zukunft durch die Kostenträger als nicht geeignet eingestuft und damit von der Belegung ausgenommen.

Harald Dubyk

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