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27.09.2010 - Ravensburg

Großes Interesse auf der G’sund

Suchthilfe präsentiert sich in Ravensburg


Carolin Metzler (links) und Brigitte Löffler, Sporttherapeutin im Fachkrankenhaus Höchsten, beim Standdienst.

Es hatte sich gelohnt: Bei der ersten regionalen Gesundheitsmesse in Ravensburg, die g’sund, die vom 24. bis 27. September in der Oberschwabenhalle stattfand, war die Suchthilfe der Zieglerschen mit einem Stand vertreten und informierte über ihre Arbeit. Der Stand lockte viele Interessierte an. Gut an kam der Hindernis-Parcours mit der Rauschbrille. Als im Frühjahr 2010 bekannt wurde, dass die „g’sund“ an den Start gehen würde, war rasch klar: Die Suchthilfe der Zieglerschen würde mit einem eigenen Stand ihre Arbeit präsentieren. Dazwischen liegen viele Stunden der Planung und Vorbereitung. Das Projektteam um Judith Köberle und Harald Dubyk wurde in der heißen Phase durch die beiden Praktikantinnen Ramona Springindschmitten und Carolin Metzler mehr als unterstützt. Und so wurde der Messeauftritt der Suchthilfe zu einer wertvollen studienbegleiteten Projektarbeit für die beiden.

Am Stand informierten Mitarbeitende der Suchthilfe über ihre Arbeit. Dabei konnten die zahlreichen Messebesucher ihr Wissen über Alkoholgebrauch und –missbrauch testen oder ihre Standfestigkeit im Hindernis-Parcours unter Beweis stellen. Hier mussten die Standbesucher mit einer so genannten Rauschbrille, die aufgesetzt einen Zustand unter Alkohol- oder Drogenmissbrauch simulierte und das Sehvermögen und damit die Orientierung stark einschränkte, verschiedene Übungen ausführen. Anschließend wurde das so eben Erlebte besprochen. Jeder der Teilnehmenden erhielt zudem einen Anti-Stress-Ball.

Beim Gewinnspiel – die Suchthilfe verloste an jedem Messetag eine Freikarte für den Hochseilgarten in Bad Waldsee – nahmen rund 250 Besucher teil. Die Fachliche Geschäftsführerin der Suchthilfe der Zieglerschen, Dr. Ursula Fennen, hielt am Sonntag einen Vortrag zum Thema Sucht.

Großes Interesse herrschte auch am Infotisch von Profit. Hier informierten sich hauptsächlich Vertreter von Unternehmen über Gesundheitsprogramme und Schulungen für mittelständische Betriebe, die Hilfe im Umgang mit abhängigkeitserkrankten Mitarbeitenden suchen. Auf diesem Gebiet ist die Suchthilfe der Zieglerschen seit einiger Zeit aktiv und nimmt sich so dem herausfordernden Thema „Betrieb und Sucht“ an und präsentiert sich hier als Partner regionaler Unternehmen.

„Damit hat sich für uns der Auftritt bei der g’sund auf jeden Fall gelohnt“, sagen die beiden Geschäftsführer der Suchthilfe der Zieglerschen, Dr. Ursula Fennen und Christoph Arnegger. Es sei gelungen, dieses gesellschaftlich, wirtschaftlich und persönlich wichtige Thema den Besuchern näher zu bringen. Bei der nächsten G’sund wolle man deshalb wieder mit dabei sein.

Harald Dubyk

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