Titelbild

20.10.2011 - Wilhelmsdorf

Ringgenhof erhält Auszeichnung in Bronze

Bundesdrogenbeauftragte überreicht Zertifikat


Projektleiter Harald Stolzke nimmt für die Fachklinik Ringgenhof das Bronze-Zertfikat des Deutschen Netzes Rauchfreier Krankenhäuser & Gesundheitseinrichtungen von Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, entgegen.

Die Fachklinik Ringgenhof in Wilhelmsdorf hat im Juli das Bronze-Zertifikat des „Deutschen Netzes Rauchfreier Krankenhäuser & Gesundheitseinrichtungen“, kurz DNfRfK, nach den Standards des „European Network for Smoke Free Hospitals“ erhalten. Projektleiter Harald Stolzke hat nun das Zertifikat aus den Händen der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, in Berlin überreicht bekommen. Geraucht werden darf in der Klinik nur noch an ausgewiesenen Stellen. „Ich freue mich über die Anerkennung der Mühen der Projektgruppe. Wir haben über ein Jahr lang daran gearbeitet“, sagt Harald Stolzke, Teamleiter in der Fachklinik Ringgenhof für abhängigkeitserkrankte Männer, die in Trägerschaft der Suchthilfe der Zieglerschen ist. Mit diesem Zertifikat sei keineswegs Schluss. „Als nächstes streben wir das Silber-Zertifikat an“, sagt Stolzke. Der erste Schritt, der die Klinik diesem Ziel näher brachte, war die Versetzung der zentralen Raucherhütte an den Rand des Klinikgeländes.

Bei der Übergabe der Zertifikate im Bundesgesundheitsministerium in Berlin würdigte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Schirmherrin des Netzes für rauchfreie Kliniken, Mechthild Dyckmans, die Arbeit und die erreichten positiven Veränderungen. Tabakabstinenz sei einer der wichtigsten Schritte zur Vermeidung von Krankheiten. Professor Dr. Anil Batra von der Universität Tübingen hielt bei der Verleihung einen Vortrag über die Rahmenbedingungen für die Behandlung von Tabakabhängigkeit, sein Chemnitzer Kollege Dr. Stephan Mühlig zeigte auf, dass Kliniken, die sich aktiv um ihre Rauchfreiheit bemühten, unter den Patienten eine höhere und nachhaltigere Abstinenzquote bei der Tabakabhängigkeit hätten.

Rauchfreiheit heißt in diesem Zusammenhang nicht, dass in der Klinik nicht mehr geraucht werden darf. „Die Klinik ist rauchfrei, die Patienten können aber nach wie vor an ausgewiesenen Plätzen rauchen“, betont Stolzke. Das Projekt sei ein wichtiger Beitrag zur Reduktion des gesundheitsgefährdenden und suchterzeugenden Rauchens. Es sei erfreulich zu sehen, wie das Thema Rauchen immer mehr ins Bewusstsein der Patienten, aber auch der Mitarbeiter rücke. Stolzke: „Die Patienten werden vermehrt auf ihr Rauchverhalten angesprochen, mit dem Ergebnis eines wachsenden Zulaufs zur Beratung und zur angebotenen Tabakentwöhnung.“

Derzeit sind 185 von über 3200 Kliniken in Deutschland Mitglied im DNfRfK. Auch wenn sich die Anzahl der Kliniken, die mitmachten, stetig erhöhe, ist für Projektleiter Harald Stolzke klar, dass hier noch viel Luft nach oben sei. Das Netz ist ein Modellprojekt des Bundesministeriums für Gesundheit zum Aufbau von Gesundheitseinrichtungen für Beratung und Tabakentwöhnung.

Ramona Springindschmitten/Harald Dubyk

Zurück