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25.11.2011 - Wilhelmsdorf

Suchthilfe feiert Richtfest für Haus Saar

Lob von Gemeinde und Baupartner


Richtspruch für den Erweiterungsbau Haus Saar in Angesicht des Abendhimmels über Wilhelmsdorf.

Rund 100 Gäste, Mitarbeiter und Patienten haben diesen Dientag das Richtfest für den Erweiterungsbau von Haus Saar in der Fachklinik Ringgenhof in Wilhelmsdorf gefeiert. Von kommendem Frühjahr an werden hier bis zu 45 Drogenpatienten ihre mehrmonatige Therapiezeit verbringen. Hans Gerstlauer, Bürgermeister der Gemeinde Wilhelmsdorf, lobte die Zieglerschen als Bauherrn. „Wir freuen uns über dieses positive Signal, dass die Sie hier auf Weiterentwicklung setzen." Damit werde, so Gerstlauer, die Arbeit der Suchthilfe der Zieglerschen nicht nur quantitativ erweitert, sondern auch qualitativ.

Dr. Ursula Fennen, Fachliche Geschäftsführung der Suchthilfe, erläuterte den zahlreichen Zuhörern, warum man am heutigen Tag mehr als das Richtfest eines neuen Gebäudes feiere. So würden durch den Bau unter anderem die Strukturanforderungen der Deutschen Rentenversicherung als Hauptkostenträger der medizinischen Rehabilitation von suchtkranken Menschen erfüllt und damit wirtschaftlich bedeutende Weichen gestellt, als Rehaklinik auch in Zukunft auskömmlich arbeiten und damit gute Therapie anbieten zu können.

In sechs Jahren sei dies nun das fünfte Richtfest mit den Zieglerschen, sagte Hans-Jörg Reisch vom Bad Saulgauer Bauunternehmen Reisch, dass den Erweiterungsbau mit einem Volumen von 2,2 Millionen Euro realisiert. „Jedes Richtfest für eines Ihrer Häuser ist für mich immer etwas außergewöhnliches", sagte Reisch. „Es ist Ihr Geist, Ihre Haltung. Für Sie zu bauen gehört zu den Dingen, die wir gerne tun." Dass diese Worte große Bedeutung für ihn haben, drückte Hans-Jörg Reisch auch mit einer Geldspende aus: 6500 Euro für die Kapelle am Siebenkreuzerweg in Bad Saulgau, die derzeit auf dem Gelände der Fachklinik Höchsten der Suchthilfe der Zieglerschen gebaut wird.

Beifallsstürme lösten die Patientenbeiträge aus. Ob Patienten Rap, eine komödiantisch nachgespielte Gruppentherapiesitzung oder der Tanz „Desperade Houseman" - dahinter verbargen sich Lust am Vortragen und jede Menge Vorbereitung, humorvoll moderiert von Uli Nollenberger, Teamleiter der Drogenabteilung in der Fachklinik Ringgenhof.

Ernest Ahlfeld, Pfarrer der Brüdergemeinde Wilhelmsdorf, segnete die Menschen, die darin einmal in diesem Haus ihre Therapiezeit verbringen werden, so wie es für evangelische Christen Brauch ist. Der Richtspruch und ein gemeinsames Abendessen beendeten dieses Fest.

Harald Dubyk

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