22.02.2011 - Oggelsbeuren
Zieglersche verlagern Therapieplätze an den Ringgenhof
Ende 2011 verlassen die Zieglerschen ihren Standort in Oggelsbeuren

Ende 2011 verlassen die Zieglerschen das Rehabilitationszentrum am Bussen in Oggelsbeuren (Landkreis Biberach).
Die Suchthilfe der Zieglerschen als Leistungserbringer und die Deutsche Rentenversicherung als hauptsächlicher Kostenträger verfolgen das Ziel, die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die deutsche Gesellschaft auch schon während der Entwöhnungsphase zu betreiben. Vor diesem Hintergrund ist eine Spezialklinik für abhängigkeitskranke Menschen mit Migrationshintergrund nicht mehr zeitgemäß. Dies hat sich auch bei der zurückgehenden Nachfrage nach Behandlungen im Rehabilitationszentrum am Bussen gezeigt. Die Auslastung blieb immer hinter den Erwartungen zurück.
Diese Entwicklung veranlasst nun die Zieglerschen, den Standort Oggelsbeuren zum Jahresende zu verlassen und Plätze an die Fachklinik Ringgenhof in Wilhelmsdorf zu verlegen. Diese anerkannte Traditionsklinik bietet ebenfalls Entwöhungsbehandlungen für abhängigkeitskranke Männer an. In der Fachklinik Ringgenhof soll diese Form der Therapie nach den Planungen der Zieglerschen von 2012 an in einem in Nachbarschaft zur Klinik gelegenen Betriebsteil weiter angeboten werden. Mit der Maßnahme können organisatorische wie personelle Synergien genutzt werden, welche die Kultursensible Medizinische Rehabilitation zukunftsfähig machen. Die Fachklinik Ringgenhof wird dadurch weiter als große und breit aufgestellte Rehaklinik für abhängigkeitserkrankte Männer gestärkt. Gemeinsam mit dem Kostenträger, der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, finden derzeit hierzu Gespräche statt.
Die Stiftung Piuspflege, die das ganze Areal verwaltet, sucht nun nach einer neuen Nutzungsmöglichkeit und ist auch schon mit Interessenten im Gespräch
Harald Dubyk

Suchthilfe
