09.12.2010
Medizinische Reha rechnet sich
Nach 18 Monaten amortisieren sich Reha-Kosten

"Die Erhaltung und Verbesserung der Erwerbsfähigkeit von Mitarbeitern wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor für die Unternehmen", sagt Christoph Arnegger, Kaufmännischer Geschäftsführer der Suchthilfe der Zieglerschen.
Alkoholabhängigkeit gehört derzeit zu den häufigsten psychischen Störungen. Die Häufigkeit von Abhängigkeitserkrankungen und anderer psychischer Erkrankungen wird bedingt durch den demografischen Wandel zunehmen. Die Zahl der Erwerbstätigen wird bis 2025 um ca. 4,5 Millionen sinken und entsprechend der aktuellen gesetzlichen Beschlusslage die Altersrente erst ab 67 Jahren gewährt. Das bedeutet, dass die Belastung für die Erwerbstätigen weiter zunehmen wird. Ziel muss es sein, dass Erwerbstätige bis zur Altersrente mit 67 erwerbsfähig bleiben.
Damit die Erwerbsfähigkeit erhalten und somit die Erwerbstätigen selbst weiter in das Sozialversicherungssystem Beiträgeeinzahlen, kommt der medizinischen Rehabilitation immer noch größere Bedeutung zu. Die Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung als dem größten Kostenträger für Rehabilitationsleistungen in Deutschland zeigen, dass durch den Grundsatz „Rehabilitation vor Rente“ pro eingesetztem Euro in das gesamte volkswirtschaftliche System wieder 2,50 bis 4,90 Euro zurückfließen.
In einer aktuellen Studie der PROGNOS AG wird sogar festgestellt, dass bereits heute die Volkswirtschaft für jeden in die medizinische Rehabilitation investierten Euro fünf Euro zurückfließen. Diese volkswirtschaftlichen Renditen steigen in den nächsten Jahren noch deutlich an. Unter der Annahme eines weiteren Bedeutungszuwachses kann der volkswirtschaftliche Nettonutzen von rund 5,8 Milliarden im Jahr 2005 auf rund 23 Milliarden Euro im Jahr 2025 steigen. Für Gesellschaft und Volkswirtschaft wird die Sicherung der Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern zu einem der Motoren für Wohlstand und Wachstum in Deutschland. Die Erhaltung und Verbesserung der Erwerbsfähigkeit von Mitarbeitern wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor für die Unternehmen.
In von den Zieglerschen durchgeführten Modellrechnungen hat sich gezeigt, dass sich die medizinische Suchtrehabilitationsmaßnahme bereits nach 18 Monaten amortisiert hat. Die Arbeitswelt wandelt sich und somit auch die Rehabilitation.
Christoph Arnegger, Kaufmännischer Geschäftsführer der Suchthilfe

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