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12.10.2010

Aushängeschild für die Küche

Klaus Langkau bringt das Essen zu den Kunden


Klaus Langkau bei der Arbeit: Über 500 Essen werden an externe Kunden geliefert.

800 Kilometer in der Woche legt Klaus Langkau mit dem LKW zurück. In vier Landkreise wird das in der Küche auf dem Ringgenhof gekochte Essen geliefert. Hauptsächlich sind es Pflegeheime der Zieglerschen in den Landkreisen Biberach und Ravensburg, aber auch Standorte des Hörsprachzentrums. Seit Oktober 2009 ist der 48-Jährige für die Suchthilfe unterwegs und wurde so bei den Kunden zum Aushängeschild für die Ringgenhof-Küche.

Nach knapp einer Stunde Fahrzeit passiert Klaus Langkau mit seinem Laster das Ortsschild von Erolzheim im Landkreis Biberach. Um neun hat er an diesem Freitag seine Tour auf dem Ringgenhof in Wilhelmsdorf begonnen. Beladen mit Essen und Lebensmitteln für die kommenden drei Tage steuert er nun das Seniorenzentrum in Erolzheim an. Seit sechs Uhr in der Früh ist Klaus Langkau auf den Beinen. An diesem Morgen hat er bereits die Tour nach Wilhelmsdorf und auf den Höchsten in die dortige Klinik abgeschlossen. Danach gönnte er sich mit seinen Kolleginnen erstmal eine kurze Pause. In Erolzheim warten nun Bewohner und Mitarbeitende auf das Essen. Seit knapp einem Jahr ist Klaus Langkau das „Gesicht“ zum Essen vom Ringgenhof.
Drei Mal die Woche fährt Klaus Langkau die große Tour. An diesem Tag folgen noch die Seniorenzentren in Rot an der Rot, Aitrach und Bad Waldsee. Außerhalb der Schulferien steht zudem die Schule des Hör-Sprachzentrums in Arnach (Landkreis Ravensburg) auf dem Plan. „Vor Ort bekommen ich immer Feedback, ob unsere Kunden mit dem Essen und unserem Service zufrieden sind“, erzählt er. So sieht der gebürtige Pfullendorfer seinen Arbeitsplatz als wichtige Schnittstelle zwischen Produktion und Verbraucher. Über 500 Essen liefert er an externe Kunden aus. Im Frühjahr 2011 soll das Hör-Sprachzentrum in Ravensburg hinzu kommen.
Klaus Langkau war vor seinem Beginn bei den Zieglerschen knapp 30 Jahre als Schreiner für einen badischen Küchenbauer beschäftigt. Nach all diesen Jahren wurde es Zeit, was Neues zu machen. Und so folgte seine Bewerbung bei den Zieglerschen. Seine Einarbeitungszeit war kurz - für ihn jedoch kein Nachteil: „So kann man auch besser seine eigenen Schwerpunkte in der Arbeit setzen.“ Klaus Langkau trägt große Verantwortung. Nicht nur dafür, dass das Essen pünktlich und ordnungsgemäß bei den Kunden ankommt, sondern er trägt auch Verantwortung für den Lastwagen, dass dieser stets funktioniert. „Dazu kommt ein hohes Maß an Hygienebewusstsein“, sagt Klaus Langkau. Im Führerhaus fällt sofort eine digitale Anzeige auf. Sie zeigt die Temperatur im Kühlkoffer an: zwei Grad - das heißt, alles in Ordnung. Die Obergrenze liegt bei 7,5 Grad. Würde die Kühlkette unterbrochen, darf das Essen nicht mehr ausgeliefert werden. Bei jeder Auslieferung misst Klaus Langkau die Temperatur. Die ordnungsgemäße Essensübergabe wir immer per Unterschrift bestätigt.
13 Uhr. Klaus Langkau steuert seinen Laster vor die Küche. Die Tour heute ist gut gelaufen. Nun muss er noch das Fahrzeug reinigen, dann hat er Wochenende. Auf das freut er sich schon. Und wie entspannt sich da der zweifache Familienvater? „Vielleicht mit Fußball“, sagt er. Am Montag wartet die nächste Tour.

Harald Dubyk

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