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27.01.2009

Kooperation als Beitrag zur Normalität

Enge Zusammenarbeit: Die TSG Wilhelmsdorf und das Fachkrankenhaus Ringgenhof


Kooperation zwischen den Zieglerschen Suchtkrankenhilfe gemeinnützige GmbH und die TSG Wilhelmsdorf (v. li): Dr. Stefan Schaffitzel, André Letzner, Christoph Arnegger und Willi Metzger (Vorsitzender TSG Willhelmsdorf)

Die TSG Wilhelmsdorf und das Fachkrankenhaus Ringgenhof der Zieglerschen Anstalten Suchtkrankenhilfe gemeinnützige GmbH machen weiter gemeinsam Sache. Mit der Neugestaltung des Fitnessraumes haben TSG und Ringgenhof ihre Zusammenarbeit intensiviert. Rund 30000 Euro wurden investiert, davon über 10000 Euro für Fitnessgeräte.Der Raum strahlt 140 Quadratmeter behagliche Wärme aus. Die Wände sind frisch gestrichen, sechs neue Deckenlampen sorgen für ein angenehmes Licht und der neu verlegte Fußboden ergänzt die harmonische Gestaltung. Der Fitnessraum auf dem Gelände des Fachkrankenhauses Ringgenhof in Wilhelmsdorf lädt zur sportlichen Betätigung ein. Herzstück ist der Gerätezirkel, der aus zehn Fitnessgeräten besteht. Diese haben Suchtkrankenhilfe und die TSG Wilhelmsdorf gemeinsam angeschafft. 4500 Euro hat die TSG beigesteuert, 6000 Euro die Suchtkrankenhilfe. Profitieren sollen in Zukunft Patienten und Mitglieder der TSG gleichermaßen.

„Hier ist nun im Rahmen der Therapie ein standardisiertes Sportprogramm möglich“, erklärt Sportlehrer Andre Letzner die Vorteile des neuen Gerätezirkels. Die Patienten können in Zukunft wesentliche Teile ihres Muskelapparates unter professioneller Anleitung trainieren. Willi Metzger, Vorsitzender der TSG Wilhelmsdorf, sieht ausreichend Bedarf am Fitnessraum. So hätten zum Beispiel schon die Frauen der Fußballer Interesse angemeldet. „Aber wir sind da offen für vieles“, sagt Metzger. Ziel sei es, so der Verantwortliche für die Sporttherapie auf dem Ringgenhof und Leitende Arzt, Dr. Stefan Schaffitzel, eine gute Nutzung des Fitnessraumes zu erreichen, sodass beide Kooperationspartner auf ihre Kosten kämen.
Christoph Arnegger, Kaufmännischer Geschäftsführer der Suchtkrankenhilfe, verweist auf die seit Jahren bestehende Zusammenarbeit zum Beispiel in den Sportarten Volleyball, Badminton oder Fußball von TSG, Ringgenhof, aber auch den Zieglerschen. „So eine Investition ist besser zu tragen, wenn sie auf mehreren Schultern getragen wird“, betont Arnegger. Seiner Ansicht nach sei die Kooperation zwischen Verein und Klinik auch ein bedeutender Schritt hin zur Normalität im Therapiealltag von suchtkranken Menschen.

Harald Dubyk

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