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05.07.2011

Fachklinik Höchsten erhält Architekturpreis

Hugo-Häring-Auszeichnung 2011 geht nach Bad Saulgau


Freuen sich über die Hugo-Häring-Auszeichnung 2011 für die Fachklinik Höchsten: Bauherrenvertreter Helmut Göppel-Wentz (links) und Kaufmännischer Vorstand Rolf Baumann (rechts mit Plakette; beide Zieglersche) und die Architekten der Architektenwerkgemeinschaft Winbrenner.Single.Arabzadeh aus Nürtingen.

Hohe Auszeichnung für die Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau. Der Kreisverband Bodensee des Bundes Deutscher Architekten BDA hat den Zieglerschen als Bauherrn und den Architekten, die Architektenwerkgemeinschaft Weinbrenner.Single.Arabzadeh aus Nürtingen, die Hugo-Häring-Auszeichnung überreicht. Große Freude herrschte unter Architekten und Bauherrn der neuen Fachklinik Höchsten für abhängigkeitserkrankte Frauen in Bad Saulgau nach der Überreichung der Hugo-Häring-Auszeichnung. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Helmut Göppel-Wentz, Leiter des Referates Planen und Bauen bei den Zieglerschen aus Wilhelmsdorf. Dabei lobte er auch die vorbildhafte Zusammenarbeit mit dem Bad Saulgauer Bauunternehmen Georg Reisch, das als Generalunternehmer die Pläne hervorragend umgesetzt habe. Rolf Baumann, kaufmännischer Vorstand der Zieglerschen, nahm für den Bauherrn die Urkunde im Technischen Rathaus in Friedrichshafen entgegen. Glückwünsche für die Ausgezeichneten gab es auch vom Ersten Bürgermeister der Stadt Friedrichshafen, Dr. Stefan Köhler. Von den 53 eingereichten Projekten wurden zehn ausgezeichnet.

„Ein absolutes Highlight“, betonte Karl-Heinz Single von der mit der Planung beauftragten Architektenwerkgemeinschaft Weinbrenner.Single.Arabzadeh. Eine solche Auszeichnung belebe das Geschäft für Architekten, hob er die Bedeutung der Auszeichnung hervor. Dabei lobte Single die gelungene Zusammenarbeit zwischen Planern und Bauherrn. Seit vielen Jahren arbeitet die Architektenwerkgemeinschaft mit den Zieglerschen zusammen.

Die Hugo-Häring-Auszeichnung für die neue, von der Suchthilfe der Zieglerschen betriebene Fachklinik Höchsten ist inzwischen der dritte gemeinsame Preis. Bereits für die Kirche am Weg in Wilhelmsdorf gab es sowohl die Hugo-Häring-Auszeichnung als auch den Holzbaupreis. Dies dokumentiere die gute und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Zieglerschen und den Architekten aus Nürtingen.

Die Jury des BDA Bodensee lobte vor allem die beispielhafte „subtile Einbindung in die Landschaft sowie die Gliederung und Außengestaltung des Gebäudevolumens“. Der im Detail sauber ausgeführte Einsatz von Holz und Fassadenmaterial trage ebenfalls zu einer harmonischen Einbindung in die reizvolle landschaftliche Situation bei. „Für uns Architekten war der Klinikneubau eine große Herausforderung. Ein so großes Volumen in die Landschaft zu platzieren hat mir persönlich die eine oder andere schlaflose Nacht bereitet“, gestand Single.

Die Hugo-Häring-Auszeichnung ist erster Teil eines zweistufigen Preises. Alle 15 BDA-Kreisgruppen in Baden-Württemberg zeichnen mehrere Projekte aus, die sich im kommenden Jahr für den Hugo-Häring-Landespreis bewerben können. Der Hugo-Häring-Preis, benannt nach dem in Biberach geborenen Architekten, wird seit 1969 im Abstand von drei Jahren vergeben. Der 1958 gestorbene Hugo Häring gilt als einer der wichtigsten Initiatoren des so genannten Neuen Bauens.

Harald Dubyk

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