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04.04.2010

Hier können zerrissene Seelen heilen

Grundsteinlegung für die neue Kapelle am Siebenkreuzerweg


Die Box für den Grundstein wird verschlossen. Nun kann der Bau der neuen Kapelle am Siebenkreuzerweg definitiv beginnen.

Es war ein schöner Tag. Zwar verfinsterte sich der Himmel über Bad Saulgau pünktlich zur Grundsteinlegung der neuen „Kapelle am Siebenkreuzerweg“, die Stimmung unter den rund 120 Gästen blieb jedoch freudig gespannt. In einem ersten Bauabschnitt wird nun die Kapelle bei der zukünftigen Fachklinik Höchsten schlüsselfertig erstellt. Da es sich um ein reines Spendenprojekt handelt, muss noch weiter Geld gesammelt werden. Der Vorstandsvorsitzende der Zieglerschen, Prof. Dr. Harald Rau, hob in seiner Ansprache den Förderkreis der Suchthilfen in diesem Projekt besonders hervor: „Ohne den Förderkreis wäre der heutige Tag der Grundsteinlegung nicht möglich gewesen. Ein herzliches Dankeschön geht hier an den Vorsitzenden, Franz Mayer.“ Wie schon bei früheren Kapellenprojekten auf dem Höchsten und dem Ringgenhof trugen die ehemaligen Patienten einen wesentlichen Anteil am Bau der dortigen Kapellen bei. Aber es sind auch die vielen anderen Unterstützer und Spender, die mithelfen, dieses Projekt zu verwirklichen. Ziel und Vision der Verantwortlichen zugleich ist es, die Kapelle gemeinsam mit der neuen Fachklinik Anfang 2011 einzuweihen. Die Kapelle am Siebenkreuzerweg soll für die Patientinnen während ihrer Therapie ein Raum der Ruhe und der Besinnung sein, aber auch offen sein für alle Menschen, die den Weg zur Kapelle gehen oder an ihr vorbeikommen. Der Grundstein wurde vielfältig bestückt: aktuelle Ausgaben der Tageszeitung, des Ringboten, einem Liederbuch, Postkarten und eine Liste der Spender, die bis dahin das Kapellenprojekt unterstützt hatten. Begleitet vom Segen - ausgesprochen von Pfarrerin Dorothee Schieber aus Bad Saulgau und Schwester Antonia Wurzer aus dem benachbarten Kloster Sießen - wurde der Grundstein verschlossen. Sechs Patientinnen trugen noch ihre Gedanken vor. Eine erzählte von der Reise zum Mittelpunkt ihrer Seele. In der Therapie, aber auch in den Stunden der Ruhe in der alten Kapelle auf dem Höchsten, holte sie neuen Schwung für ihr Leben. Birgit Neurath, Mitglied im Vorstand des Förderkreises, erinnerte sich an ihre Zeit auf dem Höchsten: „In der Kapelle auf dem Höchsten habe ich viele Stunden verbracht, geweint, zu meinem Glauben gefunden, inzwischen mein Fundament für eine nun schon zehn Jahre dauernde, zufriedene Abstinenz.“ Für die neue Kapelle wünsche sie sich, dass sie ein Ort der Begegnung für alle werde. „Hier können zerrissene Seelen heilen und einen Weg nach Draußen finden.“ INFO: Es werden weiterhin Spenden benötigt. Wer spenden will, kann dies mit einem Überweisungsträger von der Bank tun: Zieglerschen Anstalten e.V., Verwendungszweck Kapelle Bad Saulgau /Projekt-Nr. 289 2013, Postbank Stuttgart, Konto-Nr. 555 26703, BLZ 600 100 70. Weitere Informationen gibt es bei Projektleiterin Katja Müller, Telefon: 07503 920-165, E-Mail: mueller.katja@zieglersche.de und unter www.zieglersche.de

Harald Dubyk

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