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09.06.2010

Ringgenhof strebt Rauchfreiheit an

Reduktion des Tabakkonsums wichtige Aufgabe


Harald Stolzke, Teamleiter und Bezugstherapeut im Fachkrankenhaus Ringgenhof, koordiniert das Projekt Rauchfreie Klinik.

Seit März 2010 ist das Fachkrankenhaus Ringgenhof Mitglied im Deutschen Netz Raucherfreier Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (DNRfK) und damit auch im GNSH (Global Network für Smoke- free Health Services). Damit verpflichtet sich die Klinik, bei der Reduzierung des Tabakkonsums und seiner schädlichen Gesundheitsfolgen eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Die Aufgabe der Klinikverantwortlichen und aller Mitarbeitenden besteht nicht nur darin, zum Schutz der Nichtraucher für eine rauchfreie Umgebung zu sorgen, sondern das Fachkrankenhaus Ringgenhof verpflichtet sich auch, Raucher bei der Tabakentwöhnung aktiv zu unterstützen. Im Deutschen Netz raucherfreier Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen sind insgesamt 191 Kliniken Mitglied, darunter 17 Suchtkliniken. Über das Netzwerk werden rund 2,7 Millionen stationäre Patientinnen und Patienten pro Jahr erreicht, aber auch knapp fünf Millionen ambulante Patientinnen und Patienten, etwa 162000 Mitarbeitertende in den sich beteiligenden Kliniken sowie 117 Ausbildungsstätten für Gesundheitsberufe. Das Netz wird gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit in Berlin. Ziele ist es nun, die Einrichtung möglichst rauchfrei zu machen und dies auch durch Beschilderungen und ausliegende Informationen deutlich zu machen. Ebenso, dass Rauchen kein „Lifestyle“ ist, sondern als Tabakabhängigkeit eine chronische Suchterkrankung ist. Dabei wollen die Therapeuten und Ärzte die Patienten in den verschiedenen Therapiebereichen auf die Notwendigkeit des Rauchstopps ansprechen und sie in ihren Bemühungen unterstützen. Das Nichtansprechen des Rauchens in der Klinik wird als Erlaubnis zum Weiterauchen gesehen. Selbst 3-minütige Kursinterventionen sind wirksam. Je intensiver die Unterstützung, desto höher die langfristige Abstinenzaussicht. Wer rauchfrei ist, hat auch erwiesenermaßen eine höhere Abstinenzprognose in Bezug auf andere Drogen. Am Ende strebt der Ringgenhof ein Zertifikat als Rauchfreie Klinik an. Dabei gibt es die Möglichkeiten einer Bronze- einer Silber- oder einer Goldzertifizierung. Die Bronze-Zertifizierung ist das Ziel der Klinik, das für den kommenden Herbst angestrebt wird. Dazu gilt es, bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, Veränderungsmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Hierzu hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, zu der Harald Dubyk vom Stab der Geschäftsführung, Ramona Springindschmitten, Studentin der Sozialwirtschaft an der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen, Thomas Greitzke, Therapeutischer Leiter des Fachkrankenhauses Ringgenhof und Harald Stolzke, Teamleiter und Projektverantwortlicher, gehören. Demnächst werden die Mitarbeitenden über das Projekt informiert, mit der Bitte, dieses dann auch zu unterstützen.

Harald Stolzke

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