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07.12.2010 - Ulm

Kontinuität wichtig in der Reha

Dr. Annett Höse leitet seit Oktober die Tagesrehabilitation in Ulm


Seit 1. Oktober Ärztlich-therapeutische Leiterin in der Tagesreha Ulm: Dr. med. Annett Höse.

Sie ist zurzeit viel unterwegs: Vorstellung bei der Deutschen Rentenversicherung in Stuttgart, im Fachkrankenhaus Ringgenhof oder bei Partnern des Suchttherapiezentrums Ulm. Am 1. Oktober trat Dr. Annett Höse ihre Stelle als Ärztlich-Therapeutische Leiterin der Tagesrehabilitation Ulm und damit die Nachfolge der Anfang September ausgeschiedenen Christiane Maurer an. Nach Thomas Kölli und Christiane Maurer ist Annett Höse nun die dritte Leiterin in der Tagesrehabilitation Ulm seit 2004. Kontinuität sieht anders aus. Das ist der 41-Jährigen sehr wohl bewusst. „Vor allem fürs Team, aber auch für unsere Patienten ist Kontinuität sehr wichtig“, betont Annett Höse. Dies war auch ein Beweggrund, sich auf diese Stelle zu bewerben, möchte sie doch in Ulm Perspektive bieten. Denn selbst die effizientesten Strukturen leiden letztendlich unter einer hohen personellen Fluktuation.
Seit zehn Jahren lebt Annett Höse in Ulm. Zur Arbeit kann sie nun zu Fuß gehen. Die letzten Jahre hat sie als Ärztin im Bezirkskrankenhaus Günzburg gearbeitet. In ihrer Tätigkeit dort kam sie regelmäßig mit dem Rehabilitationswesen in Kontakt. Erfahrung in der ambulanten Arbeit hatte sie bereits vor ihrer Günzburger Zeit gesammelt.
Die Zieglerschen in Wilhelmsdorf sind weit. Das sieht Annett Höse nicht als Nachteil für ihre Einarbeitung und auch später, wenn sie sich im weit verzweigtem Gebilde der Suchthilfe der Zieglerschen zu Recht gefunden haben wird. Die gute technische Vernetzung und das Eingebundensein im Gesamtleitungsteam werden ihr helfen. Rat und Unterstützung holt sie sich auch bei ihren Kolleginnen und Kollegen vor Ort, und bei Martin Kunze, dem Leiter der Tagesrehabilitation Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg. Annett Höse: „Er kennt das Geschäft.“ Erste, wesentliche Ziele für ihr Wirken in Ulm sind bereits skizziert: Sich als Ärztlich-therapeutische Leiterin vor Ort zu etablieren, eine ausreichend gute Belegung der Tagesrehabilitation Ulm zu gewährleisten und eine weiterhin erfolgreiche, ganztägig-ambulante Reha anzubieten. Vor allem die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit sei wichtig, weiß Annett Höse, was ja auch eine zentrale Forderung des Kostenträgers sei.
In der Tagesrehabilitation zu arbeiten heißt vernetzt zu arbeiten. Hierbei spielen die Betriebe der Region und damit die Arbeitgeber der Patientinnen und Patienten eine bedeutende Rolle. Derzeit laufen die Vorbereitung für den Fachtag „Betrieb und Sucht“, der am 4. Februar 2011 in Ulm stattfinden wird. Gemeinsam mit den Wieland-Werken und Böhringer-Ingelheim wird die Tagesrehabilitation Ulm ein interessantes Programm auf den Weg bringen und an diesem Tag Personalverantwortlichen sowie betrieblichen Suchthelfern wertvolle Tipps für die Praxis vermitteln. Auch Annett Höse ist schon gespannt darauf.

Harald Dubyk

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