14.10.2011
Spontanes Engagement für die Kapelle
Triathlet Daniel Unger aus Bad Saulgau unterstützt Zieglersche

"Wir machen was in der Region für die Region": 33-jähriger Daniel Unger, Triathlet aus Bad Saulgau, setzt sich für den Kapellenbau am Siebenkreuzerweg ein.
Seit dem Sommer engagiert sich Daniel Unger für den Kapellenbau am Siebenkreuzerweg, ein reines Spendenprojekt der Suchthilfe der Zieglerschen. Hier sollen einmal die Patientinnen der Fachklinik Höchsten zur Ruhe und spirituellen Einkehr finden. Aber auch Spaziergängern, die hier vorbei kommen, steht die Kapelle offen. 95 000 Euro fehlen noch, dann sind die Gesamtkosten von über 405 000 Euro zusammen. 2012 wird die Kapelle eingeweiht. Daniel Unger möchte seinen Teil mit der vierteiligen Rennserie „Race for the chapel“ dazu beitragen. Am 29. Oktober endet dieser Kapellen-Cup mit dem Halloweenlauf in Bad Saulgau.
„Diese Idee war eine spontane“, begründet er sein Engagement, „wir machen was in der Region für die Region.“ Der Großteil des Erlöses des Kapellen-Cups fließt am Ende in den Bau der Kapelle. Daniel Unger hat den Bau der Fachklinik Höchsten in den vergangenen zwei Jahren stets beobachtet. Auch das Kapellenprojekt. Was bedeutet Glaube für ihn? „Ich gehe jetzt nicht regelmäßig in die Kirche. Dafür ist mein derzeitiges Sportlerleben zu unstet“ gesteht er, „aber ich wurde von meinen Eltern schon christlich erzogen.“ Seine Mutter arbeite im nahe gelegenen Kloster Siessen in der Pflege. Glaube und Kirche seien zu Hause in der Familie Unger stets präsent.
Ruhe und Einkehr benötigt Daniel Unger als Profisportler ebenso. Im Training wie im Wettkampf. „15 Minuten Stille“, sagt er, seien hervorragend, um sich zu konzentrieren und auf den Wettkampf vorzubereiten. Das war schon zu Beginn seiner Karriere so und das ändert sich auch zum Ende nicht mehr. Derzeit fokussiert er sich auf das letzte von drei deutschen Olympiatickets im kommenden Jahr. Im Mai 2012 findet in Madrid der entscheidende Wettkampf statt. Dann weiß Daniel Unger, ob er seine Triathlon-Karriere mit einer zweiten Olympiateilnahme krönt. Dieses Jahr trainiert er mehr in Deutschland. Er will gut aus dem Winter kommen. Erkältungen sind gefürchtet unter Profisportlern. Sie können eine komplette Vorbereitung zu Nichte machen. Früher, erklärt er, sei er viel öfters in Südafrika oder auf den Kanaren zur Vorbereitung gewesen. Danach habe er häufig mit der kühlen Witterung in Deutschland zu kämpfen gehabt.
Der Nebel um Bad Saulgau hat sich an diesem Vormittag noch nicht verzogen. Ideales Trainingswetter? Daniel Unger ist zuversichtlich, dass das Wetter heute noch aufmacht. Rasch noch ein Foto vor dem Kapellenbau. Er winkt kurz zum Abschied, dann legt er los. 15 Kilometer laufen, das ist heute sein Trainingstart, wie auch an den Tagen zuvor und an denen danach. Nach wenigen Augenblicken hat ihn der Bad Saulgauer Nebel verschluckt.
Mehr Infos zum Kapellenbau gibt es unter www.zieglersche.de. Wer sich für den Halloweenlauf am 29. Oktober interessiert, kann sich weitere Informationen unter www.danielungersports.com holen.
Harald Dubyk

Suchthilfe
