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05.04.2011 - Bad Saulgau

Gute Reha bleibt Herausforderung

Suchtexperten aus ganz Deutschland trafen sich in Bad Saulgau


130 Experten der Suchtrehabilitation diskutierten in der Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau über die Zukunft der Branche.

Rund 130 Experten von Beratungsstellen, niedergelassene Therapeuten und Ärzte haben sich letzte Woche in der Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau zum Informations- und Beratungsstellentag der Suchthilfe der Zieglerschen getroffen. Diskutiert wurde unter anderem über die Zukunft der Suchtrehabilitation in Deutschland. Es ist schon gute Tradition. Jährlich laden die Kliniken der Suchthilfe der Zieglerschen Suchtexperten, niedergelassene Therapeuten und Fachärzte zum Austausch ein. Bis letztes Jahr tat dies jede Klinik für sich. In diesem Jahr luden nun zum ersten Mal alle drei stationären Kliniken, die Fachklinik Ringgenhof in Wilhelmsdorf, die Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau und das Rehabilitationszentrum am Bussen in Oggelsbeuren (Landkreis Biberach), gemeinsam ein. Gastgebende Klinik war die neue Fachklinik Höchsten.

Der Einladung folgten rund 130 Experten in der Suchtrehabilitation, überwiegend aus dem süddeutschen Raum. Dr. Ursula Fennen und Christoph Arnegger, Geschäftsführer der Suchthilfe, begrüßten die Besucher. Gastreferent Dr. Peter Subkowski, Ärztlicher Leiter der Paracelsus Berghofklinik in Bad Essen, sprach zum Thema „Aktuelle Probleme und Zukunftsaspekte in der Suchtrehabilitation“. Die Qualitätssicherung in der stationären Rehabilitation, die Umsetzung der Strukturanforderungen der Kostenträger oder die stetig fortschreitende Therapiezeitverkürzungen fordern die Betreiber von Suchtreha-Kliniken immer mehr heraus. Dabei nimmt der Kostendruck auf die Kliniken stetig zu. Die Kliniken stehen hier in einem Spannungsfeld, die Schere von Kosten und Pflegesatzerlösen geht immer weiter auseinander.

Der Anspruch der Träger bleibt dennoch hoch: Trotz allem eine gute Rehabilitation für alle Patienten anbieten! Dies dokumentieren die Klinikbetreiber stationärer Häuser auch durch den Aufbau eines internen Qualitätsmanagementsystems und dessen Zertifizierung nach den Richtlinien der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation.

Am Nachmittag informierten die einzelnen Kliniken über die aktuellen Entwicklungen in ihren Häusern. Ziel ist es, für die Berater und Therapeuten alle wichtigen Informationen zu liefern, damit eine reibungslose Zusammenarbeit funktioniert. In der Regel weisen die Suchtberatungsstellen den Kliniken die Patienten zu. Damit sind sie der Partner.

Zuvor hatten die Besucher des Informations- und Beratungsstellentages Gelegenheit, die neue Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau zu besichtigen. Moderne Architektur und eine traditionsreiche Suchtrehabilitation von Frauen haben hier gelungen zusammengefunden.

Harald Dubyk

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