Titelbild

12.08.2010

Baustand Klinik Höchsten in Bad Saulgau

Wir liegen voll im Zeitplan


Ende November findet der Umzug vom "Alten" Höchsten zum "Neuen" Höchsten, statt. Foto: Anita Metzler-Mikuteit

Es geht zügig voran mit den Bauarbeiten an der Fachklinik Höchsten am Siebenkreuzerweg. So steht dem Umzug, der für den 27. November geplant ist, nichts mehr im Wege. Eine Woche zuvor haben interessierte Bürgerinnen und Bürger bei einem Tag der offenen Tür die Möglichkeit, Deutschlands modernste Frauensuchtklinik zu besichtigen. „Wir liegen voll im Zeitplan", freut sich Harald Dubyk, Beauftragter für Projekt- und Qualitätsmanagement der Zieglerschen Anstalten und ist voll des Lobes über die Zusammenarbeit mit den beauftragten Unternehmen. Während sich die drei zusammen hängenden Kliniktrakte bereits in der Innenausbauphase befinden, zeigen sich die Stallungen im hinteren Bereich des Geländes noch im Rohbau. Hier werden nach Fertigstellung Pferde, Schafe, Hühner und andere Tiere eine Heimat finden, die im Rahmen der tiergestützten Therapie bis zum Umzug im November noch auf dem Höchsten untergebracht sind. Gleich hinter den Stallungen entsteht ein 325 qm großer Sinnesgarten, der durch entsprechende Gestaltungselemente wie etwa einem Labyrinth, Blumenrabatten, Klangstein und Barfußparcour ein Ort der Besinnung und des Rückzugs werden soll. In der Endbauphase zeigen sich die Räumlichkeiten im weitläufigen Klinikneubau durchweg hell und freundlich. Die 73 Einzel- und sechs Doppelzimmer - drei davon behindertengerecht ausgestattet - sind zum Teil schon möbliert. Licht durchflutet und mit individueller Farbgebung in warmen und kräftigen Tönen verfügt jedes Zimmer über seine ganz individuelle Wohlfühlatmosphäre.

Auch am neuen Klinikstandort Bad Saulgau wird großen Wert auf eine intensive Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Institutionen vor Ort gelegt. Eigens zu diesem Zweck wurde die „Projektgruppe Kooperation" eingerichtet. „Dabei geht es nicht nur um die Zusammenarbeit mit Ärzten, Apotheken oder etwa dem Thermalbad oder den ansässigen Kliniken", so Harald Dubyk. Auch die Kooperation mit Betrieben sei von großer Bedeutung, schließlich beinhalte die Therapie der suchtkranken Frauen in aller Regel ein Betriebspraktikum.

Die „Kapelle am Siebenkreuzerweg" - ein reines Spendenprojekt - hat in den vergangenen Monaten ebenfalls Gestalt angenommen. Nachdem bereits am jetzigen Standort Höchsten eine Kapelle als ein „Ort der Stille und des Rückzugs" zum Therapiekonzept gehört, hat der Förderkreis Suchtkrankenhilfe der Zieglerschen Anstalten ein weiteres Mal den Stein ins Rollen gebracht und das Spendenprojekt in Bad Saulgau ins Leben gerufen. „Momentan fehlen noch 147.000,-- Euro", so Harald Dubyk, der sich jedoch zuversichtlich zeigt, dass sich die Spendenkasse in den nächsten Monaten weiter füllen wird. Die Kapelle wird auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein und soll zeitgleich mit der Klinik am 11. Februar 2011 eingeweiht werden. Neben dem Umzugstermin am 27. November diesen Jahren ist auch das Datum für den Tag der offenen Tür bereits fest gezurrt: Am 20. November 2010 haben alle Interessierten die Möglichkeit, die Klinik zu besichtigen.

 


Anita Metzler-Mikuteit Schwäbische Zeitung Bad Saulgau u. Harald Dubyk Öffentlichkeitsbeauftragter der Suchthilfen

Zurück