Titelbild

06.09.2010

Radeln für die Reha

3. Bäder- und Reha-Tour zu Gast im Rehazentrum am Bussen


Freute sich über den Empfang im Rehabilitationszentrum am Bussen: Hubert Seiter, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg.

„Zeigen, was möglich ist“ – unter diesem Motto ist die 3. Bäder- und Reha-Tour im September 2010 gestartet. Bereits am zweiten Tag machten die Sportler – alle mit dem Rad auf über 800 Kilometern durchs Ländle unterwegs – Halt bei den Zieglerschen. Im Rehabilitationszentrum am Bussen in Oggelsbeuren (Landkreis Biberach) gab es eine Bergankunft mit anschließender Verschnaufpause. Mit dieser Tour, initiiert und angeführt vom Ersten Direktor der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg Hubert Seiter, möchten der Krebsverband Baden-Württemberg und DRV Baden-Württemberg zeigen, was mit Rehabilitation und Prävention alles möglich ist. Vergangenen Samstag, kurz vor drei war es soweit. Am Fuße des Kirchbergs, auf dem das Rehabilitationszentrum am Bussen mitten in Oggelsbeuren steht, tauchten die ersten Radler auf. Der örtliche Musikverein, Bürger (darunter Attenweilers Bürgermeisterin Monika Brobeil) und Mitarbeitende der Klinik begrüßten die Sportler, die an diesem Tag bereits knapp 90 Rad-Kilometer in den Knochen hatten. Bereits am zweiten Tag der 3. Bäder- und Reha-Tour stand die so genannte Königsetappe auf dem Programm: 105 Kilometer von Bad Urach nach Bad Buchau, gespickt mit Anstiegen. Da kam die Pause bei den Zieglerschen gerade recht. Mit Erfrischungsgetränken, einem kleinen Imbiss sowie Kaffee und Kuchen stärkten sich die Radler, um die restlichen 18 Kilometer der Etappe bis nach Bad Buchau zu meistern. Insgesamt hatte die Tour neun Etappen, von Stuttgart, über die Alb, am Bodensee vorbei, durch Oberschwaben und das Allgäu, mit kurzen Schlenkern in die Schweiz und nach Österreich und wieder zurück nach Stuttgart. Teilnehmende waren Vertreter der Deutschen Rentenversicherung, von Reha-Kliniken und Betroffenen, die nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall mit Hilfe einer Rehabilitation wieder Fuß gefasst und im Sport neue Kraft gefunden haben. Dr. Ursula Fennen, Fachliche Geschäftsführerin der Suchthilfe der Zieglerschen, und Professor Dr. Harald Rau, Vorstandsvorsitzender der Zieglerschen, begrüßten die Radler. Ursula Fennen stellte den Gästen kurz die Klinik vor, die sich im Frühjahr nicht nur einen neuen Namen gab sondern auch ihr Konzept hin zu einer kultursensiblen Therapie für suchtkranke Männer mit Migration und um eine Sucht- und Psychosestation für Männer aus Deutschland erweiterte. Dabei verwies sie auf die immer wieder schwierige Belegungssituation der Klinik hin, die stets zur Herausforderung werde. Ursula Fennen gab den Sportlern zur Weiterfahrt einen Radfahrer-Segen mit auf den Weg: „Möge ihr Rahmen niemals rosten, Ihr Dynamo stets genug Licht geben und ihr Schlauch niemals platzen.“ Der Erste Direktor der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und passionierte Radfahrer, Hubert Seiter, der auch ehrenamtlicher geschäftsführender Vorstand des Krebsverbandes Baden-Württemberg ist, bedankte sich für den freundlichen Empfang. Dabei plädierte Seiter für eine leistungsstarke Reha in Baden-Württemberg: „Im Land erwirtschaftetes Geld muss auch schwerpunktmäßig in Baden-Württemberg investiert werden.“ Die Rentenversicherung im Land werde hier nicht müde, dafür zu werben. Gerichtet an die Zieglerschen sagte Seiter: „Kämpfen Sie für Ihr Angebot!“

Harald Dubyk

Zurück