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20.05.2011

Abstinenzquote weiter auf hohem Niveau

Katamnese: 80 Prozent leben ein Jahr nach Therapieende suchtmittelfrei


Gute Zahlen für die Suchthilfe der Zieglerschen und erfreuliche Nachrichten für ihre Patienten. Jeder Patient wird ein Jahr nach der Entlassung über seine gesundheitliche, berufliche und soziale Situation befragt. Dabei geben rund 80 Prozent der Antwortenden, die 2009 ihre Reha beendet haben, an, dass sie suchtmittelfrei leben.

Der Erfolg der Arbeit in der Suchtrehabilitation zeigt sich wesentlich in der Abstinenz ehemaliger Patienten. Sie ist die Voraussetzung für die Wiedereingliederung in Gesellschaft und Beruf, die zwei wichtigsten Rehaziele. In der so genannten Katamnese wird ein Jahr nach Entlassung jeder Patient auf seine Abstinenz befragt. Bis zu 50 Prozent der angeschriebenen Ehemaligen antworten. Ein hoher Wert! Knapp über 80 Prozent der in 2009 entlassenen Patienten geben an, dass sie abstinent leben. Spitzenreiter sind die ehemaligen Patienten der Tagesrehabilitation Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg mit einer Quote von 89,9 Prozent. Hier werden suchtkranke Männer und Frauen ganztägig-ambulant behandelt. Das heißt, sie kommen morgens in die Tagesreha und gehen am Abend wieder zurück in ihr soziales Umfeld.

Die ehemaligen Patientinnen der Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau (Landkreis Sigmaringen) geben zu 82,4 Prozent an, abstinent zu leben, gefolgt von den Ehemaligen der Fachklinik Ringgenhof in Wilhelmsdorf (Landkreis Ravensburg) mit 80,1 Prozent. 77,1 Prozent der ehemaligen Patienten der Tagesrehabilitation in Ulm bejahen die Frage nach ihrer Abstinenz von Suchtmitteln. 75 Prozent der in 2009 entlassenen Patienten des Rehabilitationszentrums am Bussen in Oggelsbeuren (Landkreis Biberach) leben ein Jahr nach ihrer Entlassung abstinent. Hier werden Männer mit Migrationshintergrund behandelt.

In der Suchthilfe der Zieglerschen werden jährlich bis zu 1450 Patientinnen und Patienten in Südwürttemberg in drei stationären, zwei ganztägig-ambulanten Entwöhnungskliniken und einer der Fachklinik Ringgenhof angegliederten Adaptionseinrichtung behandelt. Damit gehört die Suchthilfe der Zieglerschen zu den größeren Rehaträgern im Land.

Harald Dubyk

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