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"Fremdsprache" für die Mitarbeiter von Neuland

07.03.2011 | von Maike Bierwirth

Wie sieht eigentlich die Gebärde für eine Schubkarre oder einen Spaten aus? Wie sagt man „Vorsicht!" oder „Achtung!" oder „Gut gemacht!"? Die Mitarbeiter der Garten- und Landschaftspflege von Neuland lernen die für sie wichtigen Gebärden aus der Gebärdensammlung „Schau doch meine Hände an".

Gunda Dzubiel, ehemalige Mitarbeiterin der Heimsonderschule Haslachmühle und jetzt freiberuflich in der Erwachsenenbildung in Sachen Gebärdensammlung „Schau doch meine Hände an" tätig, hat mit viel Engagement die Aufgabe übernommen, den Mitarbeitern von Neuland die Gebärdensprache näher zubringen.
Günther Jordan, Betriebsleiter der Garten- und Landschaftspflege und seine Mitarbeiter waren sofort begeistert von dem Vorschlag, einen Gebärdenkurs zu absolvieren. Günther Jordan: „Wenn wir in der Haslachmühle auftauchen, dann sind wir oft die Attraktion!" Die vier Mitarbeiter mit ihrem Traktor und den verschiedenen Maschinen ziehen immer wieder Zuschauer an. Da das Außengelände der Haslachmühle sehr weitläufig ist, und die Gärtner daher häufig etwas zu erledigen haben, kommen sie auch bisher schon in Kontakt mit den Bewohnern, kannten auch einige wenige Gebärden. Jetzt soll der Kontakt noch intensiver werden: Auf Initiative von Mitarbeitern der Heimsonderschule Haslachmühle sollen in Kooperation Praktikumsplätze für die Schüler der Heimsonderschule im Integrationsbetrieb Garten- und Landschaftspflege sowie in Arbeitsbereichen der Service GmbH geschaffen werden.

Um die Praktikanten gut begleiten zu können, ist es für die zukünftigen Betreuer wichtig, ein Mindestmaß an Gebärden zu beherrschen. Auch in schwierigen Situationen müssen die Mitarbeiter auf die Bedürfnisse der Praktikanten reagieren können und für den Ernstfall Gebärden zur Unfallverhütung kennen. Günther Jordan und sein Team fühlen sich nach dem Kurs gut vorbereitet auf die Praktikanten „Wir haben jetzt auch alle eine Namensgebärde!"