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Gemeinsames Erlebnis im Seilgarten »Tobel Ropes« bringt Mitarbeiter und Bewohner zusammen

06.01.2016 | Von Stefan Fetscher | Die Zieglerschen

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Aktiv im Seilgarten: von li. Ramona Schneider, Kathrin Wetzel (Personal Zieglersche) und Hans-Joachim Bräske (Behindertenhilfe)

Ob bei der gut besuchten Podiumsdiskussion in der Haslachmühle im Oktober oder der Eröffnung des neuen Behindertenhilfe-Standorts Aulendorf, das Thema „Inklusion“ bewegt die Menschen in den Zieglerschen an vielen Stellen und auf vielen Ebenen. Ganz praktisch, unpolitisch und unkompliziert haben Mitarbeitende und Bewohner aus verschiedenen Bereichen der Zieglerschen bei einem Erlebnistag im Seilgarten „Tobel Ropes“ im Martinshaus Kleintobel Inklusion erlebt. Gemeinsam etwas zu erreichen, stand im Vordergrund der erlebnispädagogischen Veranstaltung.

„Super, dass das jetzt noch geklappt hat“, begrüßte Heilerziehungspfleger Martin Hensler mit seinen zwei Trainerkollegen aus der Behindertenhilfe der Zieglerschen die Teilnehmer. Mit guter Laune, ausreichender Verpflegung und sportlicher Kleidung ausgerüstet, fanden sich insgesamt acht „Zieglersche“ im Seilgarten des Martinshauses Kleintobel, der Jugendhilfeeinrichtung der Zieglerschen, ein: Fünf von ihnen leben als Bewohner der Behindertenhilfe in Wilhelmsdorf, drei sind Verwaltungsmitarbeitende der Zieglerschen. Ziel der erlebnispädagogischen Veranstaltung war es zu lernen, wie Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich Herausforderungen gemeinsam meistern können.

 

„Hier ist ein großer Sumpf, den man nicht betreten kann“, erklärte Trainer Rainer Egle den Teilnehmern die Aufgabe, bei der es lediglich mit Hilfe eines Seils einen gefährlichen Parcours zu durchqueren galt. Unter dem klaren Aufruf des Tages „Alle müssen gemeinsam ans Ziel kommen“, mussten sich die Teilnehmer bei allen Aufgaben auf eine gemeinsame Vorgehensweise verständigen und sich gegenseitig motivieren. Angelegt waren die Aufgaben so, dass sie auch nur in Teamarbeit bewältigt werden konnten. Eine echte Herausforderung für die Gruppe war es, den Tobel über eine selbst gebaute Seilbrücke zu überqueren. Aber auch das Halten des Gleichgewichts als Personengruppe auf der Holzwippe brachte die Teilnehmer ins Schwitzen. Am Ende waren sich alle einig: „Das hat richtig Spaß gemacht, denn wir haben es zusammen hinbekommen!“ Bei einem gemütlichen Grillen konnten die Teilnehmer den spannenden und ereignisreichen Nachmittag gemeinsam ausklingen lassen.

 

Stichwort „Inklusion“

Inklusion verfolgt den Ansatz, dass alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben und Anerkennung finden. Dies betrifft alle Lebensbereiche, also Schule, Arbeit, Wohnen und Freizeit etc. Der Begriff entstammt dem lateinischen „includere“, was einschließen oder einbeziehen bedeutet. Besondere Bedeutung erhält Inklusion im Bereich der Behindertenhilfe, nicht zuletzt durch die UN-Behindertenrechtskonvention von 2009. Die Konvention verpflichtet dazu, Barrieren systematisch zu identifizieren und schrittweise aber konsequent abzubauen, um Menschen mit Behinderungen die Realisierung eigener und möglichst selbstständiger Lebenskonzepte zu ermöglichen. Dazu gehören u.a. auch Regelungen und Bestimmungen zu Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung, Barrierefreiheit, sowie Teilnahme am kulturellen, politischen und öffentlichen Leben.

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visAvie 02-2016
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