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Die Zieglerschen stellen sich für die Zukunft auf

30.06.2015 | Von Sarah Benkißer | Die Zieglerschen

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Jahresbericht 2014 der Zieglerschen

Das diakonische Sozialunternehmen Die Zieglerschen hat sich im Jahr 2014 durch Umstrukturierungen fit für die Zukunft gemacht. Der freigemeinnützigeTräger sozialer Dienstleistungen stellt in seinem aktuellen Jahresbericht 2014 auch fachliche und politische Entwicklungen vor. Kunden- und Umsatzzahlen stiegen 2014 leicht an, die Beschäftigungszahl blieb mit rund 3.200 Mitarbeitenden konstant.

Fachkräftemangel, Inklusion, steigender Investitionsbedarf, knappe Budgets der öffentlichen Hand – das sind nur einige der Herausforderungen, denen freigemeinnützige Träger sozialer Dienstleistungen gegenüberstehen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen und die fast 180jährige Tradition des diakonischen Unternehmens in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, haben die Zieglerschen im Jahr 2014 unter intensiver Mitarbeiterbeteiligung einen Reorganisationsprozess durchlaufen. Ergebnis: Schlankere Verwaltungsstrukturen, ein neues diakonisches Tarifmodell und sieben statt bisher sechs Geschäftsfelder.

Mit ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten für mehr als 4.700 Menschen in den fünf Hilfearten Alten-, Behinderten-, Hör-Sprach-, Jugend- und Suchthilfe bleibt das Angebot der Zieglerschen mit Sitz in Wilhelmsdorf, Landkreis Ravensburg, breit gefächert. Im Zuge der Neustrukturierung wurden der Personalbereich und das Facility Management zu gleichwertigen Geschäftsbereichen neben den Hilfearten erhoben. Der Vorstandsvorsitzende Prof. Harald Rau erklärt: „Mitarbeitende zu gewinnen und zu binden ist eines der wichtigsten Zukunftsfelder für die Diakonie. Deshalb lag die Stärkung des Personalbereichs auf der Hand."

Im Facility Management sind künftig neben hauswirtschaftlichen und technischen Dienstleistungen für die eigenen Einrichtungen auch das Projektmanagement für die zahlreichen, dringend notwendigen Immobilieninvestitionen angegliedert. Rolf Baumann, kaufmännischer Vorstand, dazu: „Die Schaffung dezentraler Wohneinheiten in der Behindertenhilfe, neue Heimbaustandards sowie brandschutztechnische Anforderungen machen Investitionen von rund 100 Millionen Euro in den kommenden zehn Jahren notwendig, die jedoch nur schwer refinanzierbar sind.. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dieser Geschäftsbereich daher essentiell für die Zukunft unseres Unternehmens. Denn unsere fachliche diakonische Arbeit ist ohne eine bedarsfgerechte räumliche Infrastruktur nicht möglich."

Neben den strukturellen Veränderungen war das Jahr 2014 für die Zieglerschen aber auch von fachlicher und politischer Weiterentwicklung geprägt: So engagieren sich die Zieglerschen für die Rechte von Menschen mit Behinderung – speziell für Menschen mit mehrfachen Behinderungen und einem sogenannten „komplexen Hilfebedarf" – in der „Initiative der Komplexeinrichtungen der Behindertenhilfe Baden-Württemberg". Die politisch geforderte Dezentralisierung von Behindertenhilfe-Angebote wurde durch den Baubeginn am Standort Aulendorf fortgeführt. In der Altenhilfe wurden zahlreiche Konzepte, z.B. zum Umgang mit Demenz oder zur Fachkräftegewinnung, weiterentwickelt. Die Jugendhilfe der Zieglerschen bietet seit dem Schuljahr 2013/14 bundesweit einmalige Gymnasialklassen in der Erziehungshilfeschule Martinshaus Kleintobel an. Das Hör-Sprachzentrum trieb die fachlichen Konzepte zum Thema Inklusion im Bildungsbereich voran. Und in der Suchthilfe stand unter anderem der Ausbau von Suchtpräventionsangeboten im Fokus. Prof. Harald Rau zieht das Fazit: „Es ist uns 2014 gelungen, die Zieglerschen für die Zukunft gut aufzustellen und uns gleichzeitig fachlich weiterzuentwickeln. Dass das so gut geklappt hat, ist das Verdienst unserer engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

Hier finden Sie den Jahresbericht zum downloaden.

Am Bildschirm lesen und durchblättern können sie den Jahresbericht 2014 hier.

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visAvie 02-2016
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