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Spannende und hochklassige Wettkämpfe bei Special Olympics Fußballturnier in Wilhelmsdorf

02.03.2016 | Von Heiner Stockmayer | Behindertenhilfe

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Bürgermeister Gerstlauer lobt die Zusammenarbeit von Gemeinde, TSG und Zieglerschen.


Mit einer Beteiligung von 24 Mannschaften fand am vergangenen Samstag in Ried- und Rotachhalle in Wilhelmsdorf wieder eines der größten Fußballturniere für Kicker mit Behinderungen in Baden Württemberg statt. Das Turnier des Regierungsbezirks Tübingen (Wü-Süd) gilt gleichzeitig als Qualifikationsturnier für die BW Landesmeisterschaft am 09. April 2016 in Karlsruhe.

Veranstaltet wurde das Turnier von der Sportkooperation TSG/Zieglersche Wilhelmsdorf mit Unterstützung von der Gemeinde, Special Olympics BW und vielen ehrenamtlichen HelferInnen.
Alle Beteiligten freuten sich, dass Bürgermeister Gerstlauer zum Ende seiner Amtszeit noch einmal an der Eröffnungsfeier teilnahm. Für ihn waren die Special Olympics Veranstaltungen in Wilhelmsdorf und die Zusammenarbeit von Gemeinde, TSG und Zieglerschen immer etwas Besonderes, das "meine Amtszeit auch geprägt hat".
Neu in diesem Jahr, die Teilnehmer hatten zum ersten Mal einen offiziellen Spielerpass, auf dem die Logos aller Fußball- und Behindertensportverbände von Baden-Württemberg abgebildet sind. Die Verbände drücken damit ihre Unterstützung und Anerkennung für diesen Wettbewerb für Menschen mit Behinderung aus. Für die Spieler bedeutet dies auch Anerkennung und Teilhabe am Fußballsport und sie sind stolz auf ihren Spielerpass.
Der Tag begann mit der Eröffnungsfeier in der Riedhalle, wo die Mannschaften von Special Olympics BW Schiedsrichterkoordinator Klaus-Werner Bühner, TSG Vorstand Willi Metzger, dem Geschäftsführer der Zieglerschen Behindertenhilfe Uwe Fischer, Special Olympics Unifiedkoordinator Michael Stäbler und Bürgermeister Gerstlauer begrüßt wurden.
Für jede Kategorie wurde ein Fair-Play Ball ausgelobt und mit der olympischen Hymne, dem Hissen der Special Olympics Fahne und dem Anzünden des olympischen Feuers wurde das Turnier eröffnet.
Dann startete das Turnier mit 4 Kategorien in beiden Hallen und die vielen Zuschauer erlebten spannende und teilweise auch hochklassige Spiele.
In Kategorie D setzte sich im Finale erstmals die Mannschaft der IWO Weingarten gegen Reutlingen inklusiv 3 mit 2: 0 durch.
In der Kategorie C, die mit 10 Mannschaften traditionell wieder das größte Teilnehmerfeld hatte, waren es die Lokalmatadoren aus Wilhelmsdorf, die W-dorf Wiesel, die in einem dramatischen Finale gegen die WFBM Arkade Biberach im 7m schießen gewannen und damit den Pott holten..
Kategoriesieger in B wurde die SG Tannenhag aus Friedrichshafen, die sich im Finale gegen Lok Hegenberg der St.Gallus-Hilfe durchsetzen konnten.
In Kategorie A gab es dieses Jahr einen Überraschungssieger. Bisher hatten schon traditionell die Wilhelmsdorf Tigers, Mariaberg 1und Lok Hegenberg 1 die Finalplätze unter sich ausgemacht. Dieses Jahr gelang der schon in den letzten Jahren starken Mannschaft der WFBM Arkade Weissenau zum ersten Mal eine konstante überragende Turnierleistung und sie waren erst im Finale am Rande einer Niederlage, gewannen dann aber insgesamt verdient im 7m Schießen. Etwas glücklich ins Finale kamen die Wilhelmsdorf Tigers durch ihr besseres Torverhältnis gegenüber den ASS Kanonen aus Saulgau. Mit dem 2. Platz sicherten sie sich die erneute Teilnahme an der Landesmeisterschaft in Karlsruhe.
Im temporeichen Einlagespiel der Schiris/Coaches gegen die Unified-Partner(aus dem integrativen Unified-Team von Wilhelmsdorf) gewannen dieses Jahr die Schiris/Coaches dank eines überragenden Sebastian Kogel von der Lukas Klinik mit 4:1.
Die Fair-Play Bälle der Kategorien gingen an TSG Reutlingen III, WFBM Biberach, Lok Hegenberg III und WFBM Arkade/Weissenau.
Am Ende des Turnier-Tages sah man rundum glückliche Gesichter, es war wieder gelungen, entsprechend dem Special Olympics Gedanken faire Wettkämpfe auf gleichem Leistungsniveau zu ermöglichen. Die Spieler aller Kategorien erlebten teilweise hochdramatische Wettkämpfe, gaben ihr Bestes und freuten sich darüber, Fußball zu spielen und sich mit anderen Mannschaften messen zu können.
So endete mit dem Erlöschen der olympischen Flamme für alle ein gelungener Tag.

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