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Neuland-Werkstatt ehrt Mitarbeiter für 50 Jahre Dienst

27.10.2015 | Von Stefan Fetscher | Behindertenhilfe

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Manfred Benz konnte ein ganz besonderes Jubiläum feiern: Seit 50 Jahren arbeitet der sympathische Mann in den Neuland-Werkstätten der Zieglerschen und wurde dafür in einer Feierstunde auf dem Höchsten geehrt. (Foto: Franziska Zapf)

Seit 50 Jahren arbeitet Manfred Benz in der Neuland-Werkstatt der Zieglerschen in Wilhelmsdorf. Gemeinsam mit weiteren Jubilaren wurde er in der Kapelle auf dem Höchsten geehrt.

„Es ist wichtig, die Arbeit zu loben und dafür dankbar zu sein!“ Mit diesen Worten begrüßte Arbeitsgruppenleiter Steffen Hehr die 21 langjährigen Mitarbeitenden der Neuland-Werkstätten der Zieglerschen, die sich zur Feier ihrer Dienstjubiläen in der Kapelle auf dem Höchsten versammelt hatten. Die Neuland-Werkstätten mit ihren drei Standorten in Wilhelmsdorf, Haslachmühle und seit 2015 auch in Aulendorf gehören zum traditionsreichen diakonischen Sozialunternehmen Die Zieglerschen.

Ein herzliches Dankeschön für die geleistete Arbeit gab es von Betriebsleiter Olaf Sigmund: „Wir können stolz sein. Wir haben trotz der vielen Umzüge in diesem Jahr viel erreicht.“. Erst im Juli hat der neue Standort der Neuland-Werkstätten in Aulendorf den Betrieb aufgenommen. Teile der Produktion sind dafür von Wilhelmsdorf nach Aulendorf verlagert worden. Über 30 Mitarbeitende wechselten an den neuen Produktionsstandort, den die Zieglerschen in einer einzigartigen inklusiven Kooperation mit der in Aulendorf ansässigen Firma Hügler betreiben.

Highlight des Tages war die Ehrung von Manfred Benz, der an diesem Tag sein 50jähriges Dienstjubiläum feiern durfte. „Bei unserem nächsten zu Ehrenden reicht es nicht, nur eine Urkunde und Blumen zu überreichen“, kündigte Olaf Sigmund einleitend an und fuhr anerkennend fort: „50 Jahre in den Werkstätten der Zieglerschen sind eine ganz besondere Leistung, soviel werde ich selbst nicht erreichen“. Auf sieben Jahre Gebäudereinigung, unter anderem in der Gotthilf-Vöhringer-Schule und der Haslachmühle, vier Jahre in der Rotach-Gärtnerei, und viele, viele Jahre in der Malerei kann Manfred Benz zurückblicken, der von Mitarbeitenden der Zieglerschen als freundlich, hilfsbereit, interessiert und fleißig beschrieben wird. Auf die Frage hin, was ihm denn besondere und was weniger Freude bereite, antwortete Benz strahlend: „Tischtennis und Radfahren, aber auch Arbeiten – ja, das mache ich gerne! Fisch und Reis? Nein, auf keinen Fall!“. Früher sei er zudem engagierter Linienrichter bei der TSG Wilhelmsdorf gewesen und habe schon immer ein besonderes Faible für Fußball, vor allem für den FC Bayern München, gehabt. Heute arbeitet Manfred Benz zudem noch in einem Lebensmittelladen in Wilhelmsdorf. Und „Werkstattrat und Heimbeirat bin ich ja auch noch“, erzählte der sich selbst als „noch fit“ beschreibende Benz sichtlich erfüllt.

Die Neuland-Werkstätten mit ihren drei Standorten in Wilhelmsdorf, Haslachmühle und Aulendorf gehören zum traditionsreichen diakonischen Sozialunternehmen Die Zieglerschen. Als Industriezulieferer erbringen die Neuland-Werkstätten für Unternehmen in der Region vielfältige Leistungen in den Bereichen Metallbearbeitung, Montage, Elektrik, Konfektionierung, Entwicklung u.v.m. Der als Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) anerkannte Betrieb beschäftigt rund 300 Mitarbeitende, davon 230 mit Hör-Sprach- und zusätzlicher geistiger Behinderung.

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