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„Wiefla“ im Martinshaus

13.06.2017 | Von Jacqueline de Riese | Altenhilfe

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Nähstüble im Kirchentellinsfurter Seniorenzentrum Martinshaus | Foto: Jacqueline de Riese

Einmal im Monat öffnet das „Nähstüble“ im Seniorenzentrum: Das etwas andere Aktivierungsangebot für die Bewohner.

Es ist Montagnachmittag im Gemeinschaftsraum des Martinshauses und jeder Platz ist besetzt. Die Senioren warten schon sehnsüchtig auf ihre Ingelgard Stingl. Als die Ehrenamtliche dann mit ihrem „Körble“ voller Nähuntensilien  und der Nähmaschine unter dem Arm das Zimmer betritt, ist die Freude wie immer groß.

Seit 1 ½ Jahren gibt es das Nähstüble im Seniorenzentrum der Zieglerschen - jeden ersten Montagnachmittag im Monat: Nur im Juni musste der Termin jetzt aufgrund des Feiertages verschoben werden.

„Das Nähstüble ist mehr als nur ein Handarbeitstreff“,  berichtet die Ehrenamtliche Ingelgard Stingl, „wir nähen nicht nur gemeinsam, sondern unterstützen mit unseren selbsthergestellten Sachen auch die Bewohner.“ So nähen die Senioren aktuell im Nähstüble schicke „Armtäschle“, die beim Jubiläum am 15. Juli bei einem kleinen Basar von den Teilnehmern des Nähstüble auch selbst verkauft werden. Der Erlös dieser Unikate kommt Projekten für die Bewohner des Seniorenzentrums zugute.

Jede neue Idee im Nähstüble wird von den Teilnehmern geplant und unter der fachmännischen Leitung von Ingelgard Stingl und der Betreuungsassistentin Friedrun Servant vom Seniorenzentrum umgesetzt. Und noch eine Besonderheit hat das Nähstüble für die Bewohner des Martinshauses zu bieten: Während die Senioren fleißig wiefla (stopfen a.d.R.), nähen, kordeln und versäubern, holt die Ehrenamtliche ihre Nähmaschine heraus und erledigt kostenlos die „Flickarbeiten“ an den Kleidungsstücken der Bewohner.

„Unsere Bewohner genießen die gemütliche Runde. Es ist faszinierend, wie hochmotiviert die Senioren sich auf die Arbeit konzentrieren und unter Hilfe viele Dinge wieder können“, erklärt Betreuungsassistentin Friedrun Servant.

Warum das Nähstüble aber so beliebt ist, verriet eine 82-jährige Seniorin: „Hier erfährt man immer, was im Dorf gerade passiert.“ Sie lächelte und wieflad dabei.

Lernen Sie das Seniorenzentrum Martinshaus kennen.

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visAvie 01-2017
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