Sortierung: Alle Meldungen

Grüne Politiker besuchen Seniorenzentrum Aitrach

16.08.2017 | Von Harald Dubyk | Altenhilfe

Newsbild

Anja Reinalter (Bundestagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Biberach; links) bei Ihrem Besuch im Seniorenzentrum Aitrach. Mit dabei waren (von links) Steffen Bucher (Regionalleiter Süd, Zieglersche Altenhilfe), Denise Glaser (Hauswirtschaftsleitung SZ Aitrach), Herbert Durach (Heimbfürsprecher SZ Aitrach), Sonja Rauh (Fachliche Entwicklung SZ Aitrach), Margot Koch (Betreuungsassistentin SZ Aitrach), Petra Krebs (Landtagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen für den Wahlkreis Wangen) und Slavica Tillich (Einrichtungsleiterin SZ Aitrach). Foto: Stefan Tirel

Petra Krebs, Mitglied des Landtags Baden-Württemberg für den Wahlkreis Wangen, und Anja Reinalter, grüne Bundestagskandidatin im Kreis Biberach, haben am vergangenen Dienstag das Seniorenzentrum der Zieglerschen in Aitrach besucht.

Mit 30 Dauerpflege-, sieben integrierten Tagespflege- und einem Kurzzeitpflegeplatz ist das 2009 eröffnete Seniorenzentrum Aitrach eines der kleineren Häuser der Zieglerschen. „Uns ist es wichtig, auch in kleinen Gemeinden ein bürgerfreundliches Angebot vorzuhalten. Auch hier in Aitrach bieten wir alles aus einer Hand: einen stationären Bereich, betreutes Wohnen, Tagespflege und Ambulante Leistungen in Kooperation", erklärt Einrichtungsleiterin Slavica Tillich. Im Alltag sei die geforderte Trennung der Leistungsbereiche aber ein großes Problem „Es kann nicht sein, dass wir zum Beispiel für zwei Tagespflegegäste separate Betreuungspläne erstellen müssen, nur weil die Geldtöpfe andere sind", erklärt die Fachfrau.

Nicht nachvollziehen kann Steffen Bucher, Regionalleiter der Zieglerschen Altenhilfe, dass für ausländische Fachkräfte ein Zugang auf den deutschen Arbeitsmarkt nur über ein Praktikum im Krankenhaus möglich sei und ein Praktikum in einem Pflegeheim nicht ausreiche, um eine Anerkennung zu erwerben. Die Zugangswege in die Altenhilfe müssten für ausländische Fachkräfte, die über die entsprechenden Sprachkenntnisse verfügten, deutlich erleichtert werden.

Professionelle Pflege sei ein unverzichtbarer Bereich in der heutigen Gesellschaft und müsse auch von Seiten der Politik unterstützt werden. Dazu gehöre auch eine bessere Anerkennung der Pflegeberufe. „Ein Pflegeberuf muss als Vollerwerb für eine Familie ausreichend sein", forderte Bucher im Gespräch mit Anja Reinhalter und Petra Krebs.. Eine Altenhilfe-Fachkraft arbeite eigenständig, hoch flexibel und leite in der Regel ein kleines Team. Es handle sich um einen höchst anspruchsvollen Beruf, der in manchen Ländern sogar ein Studium erfordere und der in der Gesellschaft deutlich höhere Anerkennung erfahren müsse.

Tillich und Bucher besprachen zahlreiche Themen mit Petra Krebs und Anja Reinhalter. Ziel war es, Verständnis für die Lage der Altenhilfe bei den beiden Politikerinnen zu erreichen. Unter anderem kamen die Themen Betreuung, Pflege, Hauswirtschaft, Vertretung der Bewohner und Leitung einer Senioreneinrichtung zu Wort.

das könnte sie auch interessieren: visavie – das magazin der zieglerschen



visAvie 01-2017
PDF (3,0 MB)
» Download

titelthema

Vom Umgang mit Sterben und Tod

Annäherung an ein nicht ganz leichtes Thema
» weiter lesen

porträt

Hüseyin, der kleine Liebling des Propheten
» weiter lesen

hinter den kulissen

Mitspieler in der Gesellschaft mit klarem christlichen Profil – Interview mit Gottfried Heinzmann
» weiter lesen