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Auf der Suche nach neuen Lösungsansätzen für den Mangel beim qualifizierten Pflegepersonal

02.12.2015 | Von Jacqueline de Riese | Altenhilfe

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Unsere Pflegeexpertin Dagmar Hennings / Foto: Matthias Kaiser

Die Pflegeexpertin der Zieglerschen, Dagmar Hennings, war eingeladen am Werkstattgespräch des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, in Berlin teilzunehmen.

In jeder öffentlichen Diskussion über Pflegestellen wird das Thema Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal herausgestellt. Fakt ist, dass derzeit jede Pflegeeinrichtung um ihre Mitarbeiter kämpft. Ausbildungsplätze, Schulungen, Wiedereinstiegsseminare und interne Fortbildungsmaßnahmen sollen diesen Fachkräftemangel beheben. Jetzt trafen sich ca. 40 Experten von unterschiedlichen Trägern, Einrichtungen und Kassen zu einem eintägigen Werkstattgespräch in Berlin.

Dagmar Hennings fasst die Gesprächsrunde wie folgt zusammen: „Während des Werkstattgesprächs haben wir viel diskutiert, wo die Vor- und Nachteile von Vollzeitstellen liegen. In den letzten Jahren hat durch einen steigenden Pflegebedarf der Bewohner und zusätzliche Aufgaben eine große Arbeitsverdichtung stattgefunden. Zum Beispiel führen längere Schichtzeiten für Vollzeitkräfte zu einer hohen Arbeitsbelastung. Des Weiteren wurden seit 1989 die Personalschlüssel  nicht mehr angepasst.“
Interessant waren die Ergebnisse einer Untersuchung, dass ein Ost-/West-Unterschied bei den Wünschen der Mitarbeiter für eine Vollzeitstelle anstatt einer Teilzeitstelle vorhanden ist. Auch bemängelten die Beteiligten der Gesprächsrunde, dass es bei den derzeitigen Rahmenbedingungen keine kostendeckenden Pflegesätze gibt.

Eine wichtige Erkenntnis nimmt der Geschäftsbereich der Altenhilfe der Zieglerschen mit aus dem Werkstattgespräch. „Unser Ansatz ist richtig. Seit Jahren überprüfen wir, welche Mitarbeiter sich einen Wechsel von einer Teilzeit- in eine Vollzeitstelle wünschen und gehen somit aktiv auf unser Pflegepersonal zu.“ so Hennings weiter. Der Lebensrhythmus der Pflegebedürftigen oder die Tagesabläufe in der Pflege sind allerdings auch ein ausschlaggebender Grund für das Teilzeitbeschäftigungsmodell, um Pflegespitzen optimal abfangen zu können.

Wie immer gilt es, die Balance zwischen den Interessen der Mitarbeiter und dem Pflegebedarf der Bewohner zu finden. Aber auch die gesetzlichen Vorgaben müssen stimmen. In Baden-Württemberg wird derzeit der Rahmenvertrag neu verhandelt.

Weitere Informationen zum Werkstattgespräch finden Sie auf der Homepage von Staatssekretär Karl-Josef Laumann.

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visAvie 02-2016
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