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Realschule

Eine besondere Schule
Wer an die Schule für Erziehungshilfe im Martinshaus kommt, ist zuvor meist an zwei, drei oder mehr Schulen gescheitert. Das Selbstvertrauen ist auf Null. Und von der Art Schule, wie sie sie bisher erlebt haben, haben die Jugendlichen einfach nur »die Nase voll«.

Der besondere Auftrag der Schule am Martinshaus besteht also darin, jungen Menschen in ihrer Not zu helfen. Sie sollen lernen, sich selbst anzunehmen und dabei wieder Schritt für Schritt selbstbewusst zu werden. Diese besondere Bedürfnisse und Probleme unserer Schülerinnen und Schüler prägen den Schulalltag. Nicht nur deshalb ist die Realschule im Martinshaus einfach anders als die üblichen Schulen – eine ganz besondere Schule eben …!

Bessere Rahmenbedingungen
In unserer Schule gibt es günstigere Rahmenbedingungen als an öffentlichen Schulen, denn als staatlich anerkannte Ersatz- und Privatschule haben wir viele Gestaltungsmöglichkeiten. Der Abschluss der Mittleren Reife ist jedoch der gleiche wie an einer öffentlichen Realschule. Wir unterrichten nach dem regulären Realschulbildungsplan und berücksichtigen gleichzeitig den Bildungsplan für die Sonderschulen. Wie die Schüler an öffentlichen Realschulen müssen auch unsere Schüler die entsprechenden Praktika (BORS) oder Prüfungen (z.B. Euro-Com) absolvieren: Geschenkt bekommen sie ihren Abschluss nicht. Spezielle Fördermöglichkeiten, flexible Gestaltung der Unterrichtsstunden sowie eine engmaschige und verlässliche Kooperation aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der große Vorteil unserer Schule.

Moderne Ausstattung
Jedem Klassenzimmer ist ein Gruppenraum zugeordnet, der das Arbeiten in Gruppen und damit die Differenzierung von Unterrichtsformen möglich macht. Durch den Einsatz zeitgemäßer Medien können die Unterrichtsinhalte vielseitig und abwechslungsreich präsentiert und nahegebracht werden. Auch die Fachräume, ob Werkraum, Schulküche, Kunstraum, Musikraum oder der Raum für naturwissenschaftliches Arbeiten, sind mit modernster Technik und neuen Materialien ausgestattet.

Teamarbeit als Prinzip
Die bestmögliche Förderung aller Schüler ist unser wichtigstes Ziel. Deshalb verstehen wir Lehrkräfte, Erzieher, Eltern und Schüler als gemeinsames Team: Miteinander statt neben- oder gar gegeneinander ist unser Prinzip. So arbeiten unsere Lehrkräfte eng in sogenannten Klassenstufenteams zusammen. Hier stimmen sie sich über die Förderung der Schüler ihrer Stufe ab, besprechen den Unterrichtsstoff und beraten sich gegenseitig.

Unsere Pädagogischen Leitgedanken
  • Schule als sozialer Lebensraum:
    In der Schule werden die sozialen Beziehungen eingeübt, die für den späteren Lebensweg notwendig sind.
  • Schule als Ort des Zusammenlebens:
    Das Zusammenleben in einer Klassen- oder Schulgemeinschaft ist Grundvoraussetzunge für das Zusammenleben in der Gesellschaft.
  • Schule als Ort der zwischenmenschlichen und partnerschaftlichen Beziehungen:
    Schüler und Lehrer erarbeiten gemeinsam Regeln für ein gutes und partnerschaftliches Miteinander.
  • Schule als Ort der Verantwortung:
    Jeder erlebt sich als Teil der Klassen- und Schulgemeinschaft und trägt seinen Teil dazu bei.