Titelbild

Was uns besonders macht

Experten für »Asperger«
Seit 2005 nehmen wir auch Schülerinnen und Schüler mit »Asperger-Syndrom« an unserer Schule in Kleintobel auf. Das ist eine Form des Autismus, die sich unter anderem in gestörtem Kommunikations- und Sozialverhalten zeigt. Die Asperger Autisten brauchen besonders intensive Begleitung, damit sie ihr Potential voll ausschöpfen können. Zum Beispiel spezielle Kommunikationsförderung und -übersetzung, damit sie andere besser verstehen. 

Bei uns lernen die Asperger-Schüler in einem geschützteren Umfeld in eigenen, besonders kleinen Klassen. Hier können sie Angst abbauen und das notwendige Maß an Sicherheit erfahren, das für eine positive Entwicklung nötig ist. Gleichzeitig lernen sie auf der Wohngruppe, sich in einem »normalen« sozialen Umfeld zu Recht zu finden.


Enge Kooperation mit Partnern der Jugendhilfe
Wer zu uns kommt, trägt in der Regel einen ganzen Rucksack an Problemen mit sich herum, zum Beispiel auch psychische Störungen oder Verhaltensauffälligkeiten. Oft heißt das, dass neben uns als Jugendhilfe-Einrichtung noch andere Institutionen (etwa die Kinder- und Jugendpsychiatrie) eingebunden sind. Um einen stetigen Wechsel zwischen den Einrichtungen (»Drehtür-Effekte«) zu vermeiden, arbeiten wir eng mit verschiedenen Partnern zusammen (»Konsiliardienst«). Das heißt konkret: Etwa alle 14 Tage kommt eine Fachärztin der Psychiatrie ins Haus. So können wir mögliche Probleme frühzeitig erkennen und entsprechend handeln. 


Umgang mit Suchtmittel
Einige unserer Jugendlichen sind tendenziell suchtgefährdet. Deshalb sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen professionellen Umgang mit dem Thema Sucht besonders geschult und können oft schon früh genug eingreifen.

Dazu werden die betroffenen Jugendlichen in verschiedene Gruppen eingestuft, die sogenannten Stufen. Je nach Stufe gibt es unterschiedliche Maßnahmen. In regelmäßigen Abständen gibt es dann Auswertungstermine. 

Hier einige Beispiele für die Sucht-Stufen:

  • In Stufe 1 werden die Jugendlichen mit Suchtpatienten zusammengebracht und erfahren aus erster Hand, wie es ist, wenn man »dank Drogen« ganz unten ankommt.
  • In Stufe 2 zeigen wir auf, wie sich der Drogenkonsum des Jugendlichem im Alltag auswirkt. Zudem gibt es verstärkte Kontrollen.
  • In Stufe 3 werden die Jugendlichen zur ambulanten Therapie oder – im Extremfall – zur Entgiftung nach »clean.kick«, der Drogenentzugsstation des ZfP »Die Weissenau« vermittelt. (Diese Vermittlung in den Entzug gilt nur, wenn Stufe 3 gescheitert ist, da sonst Suchtabhängigkeit droht.)

Dieses professionelle System zahlt sich aus: Die Zahl der Jugendlichen, die das Suchtstufenprogramm überhaupt durchlaufen müssen, ist an unserer Schule mittlerweile minimal.


Erlebnispädagogisches Angebot
Erlebnispädagogik hat bei uns einen festen Platz: In Kleintobel haben wir zum Beispiel einen eigenen Seilgarten, den wir regelmäßig mit unseren Jugendlichen nutzen.

Im Winter nutzen wir natürlich auch den Vorteil der Allgäu-Region und unternehmen Ski-Touren, Schneeschuhwandern, Langlaufen und Snowboarden. Alle Angebote sind stets von erfahrenen Pädagogen begleitet. Sie sollen natürlich Spaß machen, aber zugleich Sozialkompetenz fördern und Aggression abbauen.