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11.07.2011

Rutenfest-Jugendteams helfen abseits des Festgeländes

Stadt Ravensburg ergänzt Hilfsangebot für junge Festbesucher in Zusammenarbeit mit Polizei und Martinshaus Kleintobel


Die neuen Jugendteams bereiten sich auf ihren Einsatz beim Rutenfest außerhalb des Festgeländes vor. Von links: Stephan Launer/Schulsozialarbeit, Carlos Rebmann/Jugendtreff Weststadt, Roswitha Dimenidis, Peter Schmitz und Markus Fritsche / alle drei Martinshaus Kleintobel. Nicht abgebildet: Patricia Kopietz/Jugendtreff Weststadt. Foto: Katharina Stohr.

Erstmalig werden zwei Jugendteams beim diesjährigen Rutenfest in Ravensburg jene Plätze und Treffpunkte junger Menschen aufsuchen, die außerhalb des Festgeländes liegen. Das neue Hilfsangebot der Stadt Ravensburg soll die bestehenden Jugendeinsatzteams der Polizei ergänzen und junge Menschen abseits des offiziellen Festes mehrfach unterstützen. Initiiert und entwickelt wurde die Idee gemeinsam mit der Polizei Ravensburg und dem Martinshaus Kleintobel.

„Wir werden direkt und bewusst auf Jugendliche außerhalb des Festgeländes zugehen und Hilfe anbieten“, sagt Peter Schmitz, Leiter der Flexiblen Hilfen des Martinshaus’ Kleintobel. Dabei haben er und seine Kollegen aus dem Team Jugendarbeit der Stadt Ravensburg und der Jugendhilfe der Zieglerschen auch den Alkoholkonsum junger Menschen im Blick. „Wenn wir Jugendliche mit Wodkaflasche am Straßenrand sitzen sehen, dann werden wir sie ansprechen“, sagt er. Die Erfahrung der vergangenen Jahre habe aber auch gezeigt, dass es durch überhöhten Alkoholkonsum zu verbalen, körperlichen und auch sexuellen Übergriffen unter Jugendlichen gekommen sei. Gespräche mit den beiden Jugendteams sollen hier vorbeugen und die jungen Menschen unterstützen.

Reines Hilfsangebot

„Die Jugendteams werden kein verlängerter Arm der Polizei sein“, sagt Thomas Ritsche,  Jugendreferent der Stadt Ravensburg und erklärt, dass es um ein reines Hilfsangebot geht, „die Jugendlichen sollen wissen, dass die Stadt für sie da ist“. Jedes Jugendteam besteht aus drei Mitarbeitern, die während ihrer Rundgänge in Kontakt mit Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz stehen.

In mehreren Treffen bereiten sich die Teams derzeit auf ihren Einsatz vor. Ravensburger Polizisten vermittelten in einem eintägigen Workshop die notwendigen Grundlagen: „Überblick über die derzeitige Trinkkultur von Jugendlichen, Abklärung von rechtlichen Fragen und Rollenspiele für die Praxis“, zählt Peter Schmitz auf. Gespannt schauen er und seine Teamkollegen nun dem Rutenfest entgegen. Die Route, die sie am Freitag und Samstag  zwischen 15 und 19 Uhr laufen werden, ist bereits klar: „Wir wissen, wo wir die Jugendlichen finden werden.“

Katharina Stohr

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