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06.12.2010

Lina kam, sang und gewann

Schülerin des Martinshaus’ Kleintobel ersingt dritten Platz bei „modern music 2010“


Siegerfreude über den dritten Platz bei „modern music 2010“ in Weimar: Lina Heukeroth (rechts), Schülerin des Martinshaus’ Kleintobel mit ihrem Lehrer Michael Adickes. Foto: Jan Deutscher.

Im Rampenlicht stehen, singen und gewinnen - dieser Traum ist für die 16jährige Lina Heukeroth, Schülerin des Martinshaus' Kleintobel, einem der beiden Standorte der Jugendhilfe der Zieglerschen, beim 6. Thüringer Rock/Pop-Musikfestival „modern music 2010" in Weimar in Erfüllung gegangen. Dass sie dabei den dritten Platz abräumte, ließ nicht nur das Publikum jubeln.

Lina begeistert mit ihrem Song 

„Mir schlotterten zuerst die Knie, als ich auf der Bühne stand und ich war ganz schön aufgeregt", sagt die 16jährige, „nach ein paar Takten wurde ich aber plötzlich ruhig und hab' einfach nur noch gesungen". Rund 200 Besucher standen vor der Bühne, als Lina den Song ‚The last unicorn' der Band America im Kultur- und Einkaufszentrum Atrium in Weimar zum Besten gab. „Nachdem Lina fertig gesungen hatte, johlten die Besucher vor lauter Begeisterung", sagt Michael Adickes, Religions- und Musiklehrer im Martinshaus, der Lina beim Wettbewerb mit der Gitarre begleitete und deren Teilnahme ermöglichte.

Ein tolles Gefühl sei es gewesen, als die Jury ein paar Stunden später die Ergebnisse und Linas dritten Platz bekanntgegeben habe. Rund dreißig Nachwuchssänger und -musiker waren in Linas Altersgruppe gegeneinander angetreten. „Ein bisschen stolz war ich schon, als ich die Urkunde entgegennahm", berichtet die Zehntklässlerin der Schule für Erziehungshilfe mit integriertem Realschulgang, die trotz starker Erkältung und einem Anfahrtsweg von über 600 Kilometern die Teilnahme am Wettbewerb nicht scheute.
 
Ausbaufähiges Potenzial

Zufällig habe er vom Thüringer Nachwuchswettbewerb erfahren, sagt Michael Adickes. „Lina war schon vergangenes Jahr in der Schulband sehr erfolgreich. Wie geht man mit dem Mikro, mit Dynamik und Geschwindigkeit um, wie halte ich die Tonlage? - all das erfordert harte Arbeit und Durchhaltevermögen." Der Fleiß habe sich nun bezahlt gemacht. „Eine der Jurorinnen kam am Ende auf mich zu und meinte, dass Lina eine tolle Sängerin sei, sie solle unbedingt weiter singen und ihr Potenzial ausbauen", sagt Michael Adickes, der sich genauso wie sein Schützling über den gemeinsamen Erfolg in Weimar und über den Beistand im eigenen Hause freut. „Schön, dass die Schulleitung des Martinshauses unsere künstlerisch-musikalische Arbeit so massiv unterstützt."

Das Thüringer Rock/Pop-Musikfestival wurde neben anderen vom Kultusministerium Thüringen und der Stadt Weimar unterstützt und gefördert und national ausgeschrieben. In verschiedenen Altersklassen gab es mehrere Wertungsgruppen. Insgesamt hatten rund 100 Kinder und Jugendliche teilgenommen.

Katharina Stohr

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