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Viel Rauch um nichts

Ein ganz gewöhnlicher Donnerstagabend war der 24. September 2015 für die 31 Internatskinder der Leopoldschule mit Sicherheit nicht, obwohl er doch so alltäglich begann wie jeder andere Tag.
Dies änderte sich schlagartig, als plötzlich um 19.00 Uhr Feuerwehrautos der Altshausener Feuerwehr in den Hof einfuhren.
Hilferufe waren aus den Fenstern zu hören.
Alle Jugendlichen aus der WG 2 und WG 3 verhielten sich vorbildlich und sammelten sich unten im Hof. Den InternatsschülerInnen aus der WG 1, war dies jedoch nicht mehr möglich, da in diesem Gebäude bereits im Treppenhaus und in den Fluren sehr starker Rauch war.
Auch diese Jugendlichen verhielten sich sehr umsichtig, blieben bei geschlossenen Türen in ihren Zimmern, bis sie der Reihe nach über Leitern gerettet werden konnten.
Zwei Mädchen waren zwischenzeitlich, durch den immer stärker werdenden Rauch, bewusstlos und mussten über eine Trage die Drehleiter hinunter geborgen werden.
Die Feuerwehrmänner arbeiteten hochkonzentriert und professionell.
 
Obwohl dies eine angekündigte und bereits im Vorfeld mit den Kindern abgesprochene Übung war, konnte man die Erleichterung, nachdem alles glücklich vorbei war, in den Gesichtern der SchülerInnen und ErzieherInnen sehen.
Es ist nicht leicht, alleine isoliert in einem Zimmer zu warten oder die Höhenangst zu überwinden und man musste schon mutig sein, um aus dem Fenster im ersten Stock auf eine Leiter zu klettern.
Hierbei war die Verlässlichkeit, die Fürsorge und das Vorbildverhalten der ErzieherInnen und der Feuerwehrmänner für die Kinder sehr wichtig und hilfreich.
 
Bei der Besprechung der Übung und der anschließenden Stärkung, mit einem tollen Vesper in der Mensa der Leopoldschule, konnten noch offene Fragen beantwortet, Erlebnisse ausgetauscht und Ängste abgebaut werden.
 
Der „viele Rauch um Nichts“, der durch eine Rauchmaschine der Feuerwehr entstanden war, trug zu einer realistisch inszenierten Feuerwehrübung bei und war für jeden Beteiligten eine wertvolle Erfahrung. Am nächsten Morgen wurde den Lehrern und teilstationären Mitschülern dann natürlich von diesem aufregenden Abend im Internat berichtet.
 
Mit Sicherheit wird eine solche Feuerwehrübung auch in Zukunft in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden (müssen).