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26.08.2010

Einer, der seinen Weg gefunden hat


Vor fünf Jahren hat Karl Wollmann, damals noch fachlicher Geschäftsführer der Hör-Sprachzentrum gGmbH in Ravensburg, Wilhelmsdorf und Altshausen, die Ferienfreizeit für Kinder aus einkommensschwachen Familien in Altshausen ins Leben gerufen. Damals hat er seinem Enkel Fabian Wollmann, er war zu der Zeit noch Schüler, den Tip gegeben, sich doch als Betreuer dieser Kinder zu versuchen. Das Experiment hat geklappt. Fabian hat gespürt: das ist mein Ding, in diese Richtung möchte ich mich beruflich orientieren. Die ganzen fünf Jahre, seit es diese Ferienfreizeit gibt, war er dabei, jeweils zwei bis drei Wochen im August. Ehrenamtlich.

Fabian Wollmann hat am Institut für sozialpädagogische Berufe in Ravensburg die Ausbildung zum Erzieher absolviert und in diesen Tagen abgeschlossen. Er möchte sich in Zukunft der Jugendarbeit zuwenden, speziell der Arbeit mit psychisch beeinträchtigten jungen Menschen. Möglicherweise sogar in der Psychiatrie.

Die Altshausener Freizeit ist ihm ans Herz gewachsen. Die Kinder dort, aber auch er selber gibt er unumwunden zu, könnten dort die Erfahrung machen, dass es ein Leben jenseits von Fernseher und Gameboy und Internet gibt. Altshausen sei ein Ort der gegenseitigen Wertschätzung, der Freiräume, aber auch der Regeln, der Spiele und Unternehmungen. Sandra Krusch, die Leiterin des Unternehmens, habe genau das richtige Händchen für Kinder und Betreuer.
Fabian Wollmann hat eine Entscheidung getroffen: Er hat mit seinem Mitbewohner in der WG in Mengen beschlossen, den Fernseher aus dem Wohnzimmer zu verbannen.

Rainer Kössl

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